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Neustart nach Corona-Pause: Dorffest lockt 6000 Besucher an - darunter auch Bierfass-Diebe

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Von: Andreas Höger

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Stempel sammeln beim Frauenbund: Viele Kinder beteiligten sich am Samstag, dem „Tag der Jugend“ beim Dorffest, an den kleinen Wettbewerben der Vereine.
Stempel sammeln beim Frauenbund: Viele Kinder beteiligten sich am Samstag, dem „Tag der Jugend“ beim Dorffest, an den kleinen Wettbewerben der Vereine. © Steffen Gerber

Die Otterfinger verließen sich auf das bewährte Programm - und lagen damit beim Neustart ihres Dorffests nach zweijähriger Coronapause goldrichtig. 6000 Besucher strömten an drei Tagen auf das Festgelände - darunter auch vier Bierfass-Diebe.

Otterfing – Die zweijährige Coronapause konnte dem Otterfinger Dorffest nichts anhaben. „Alles hat sich angefühlt wir vor der Pandemie“, stellt Michael Gruber, Geschäftsführer der Dorffest GbR, fest. Wie es war von 2003 bis 2019, so erlebten es die Organisations-Teams der 14 Ortsvereine und die täglich rund 2000 Gäste auch beim „Neustart“ am ersten August-Wochenende im Jahr 2022: Drei Tage lang verwandelte sich die Dorfmitte rund um Rathaus, Schule und Feuerwehr in ein Festgelände.

Bei Programm und Ablauf verließen sich die Vereine auf das Altbewährte. Wie sich zeigte, waren die Otterfinger nicht eingerostet. „Beim Auf- und Abbau hat alles hingehauen“, sagt Gruber. Und auch wenn rund 200 Vereinsmitglieder fleißig die Stände besetzten, fanden doch alle genug Gelegenheit, das Dorffest selbst zu genießen. „Wir haben nichts verlernt“, freut sich Gruber.

Nur am Eröffnungstag, der eher jüngeres Publikum anlockte, waren einige Gemüter etwas zu sehr in Wallung geraten, berichtet Gruber. „Manche mussten wir ein wenig einbremsen.“ Die Holzkirchner Polizei berichtet von zwei aktenkundigen Zwischenfällen. Gegen 1.45 Uhr gerieten ein erheblich angetrunkener Tölzer (43) und ein Security-Mann (22), ebenfalls aus Bad Tölz, aneinander; es entstand ein kleines Handgemenge. Bereits um 23.15 Uhr wurden vier alkoholisierte Burschen aus Oberhaching dabei ertappt, wie sie ein leeres Bierfass mitgehen lassen wollten; sie bekamen eine Anzeige und wurden von den Eltern abgeholt.

Der Samstag und Sonntag verliefen deutlich ruhiger. Viele Kinder zogen von Stand zu Stand und füllten sich bei kleinen Wettbewerben ihre Stempelkarte; eine volle Karte wurde mit einem kulinarischen Schmankerl belohnt. Den Festgottesdienst am Sonntag hielt erstmals der Schäftlarner Abt Petrus Höhensteiger, der Verwandtschaft im Ort hat. Die Witterung mit der Abkühlung am Samstag spielte den Veranstaltern sogar in die Karten. „Die 22, 23 Grad am Sonntag waren ideal“, sagt Gruber, „angenehme Temperatur, aber nicht zu heiß“.

Nächstes Jahr steht ein „Runder“ an: 20 Jahre Dorffest wollen gefeiert werden. Konkrete Pläne dafür habe man noch nicht geschmiedet, sagt Gruber. „Wir lassen das erst mal auf uns zukommen. Irgendein Schmankerl werden wir uns aber sicher einfallen lassen.“

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