Die neuen Kinder und Jugendbeauftragten (v. l.) Severin Falkenhahn, Larissa Aneder und Patrick Willibald wollen Sprachrohr und Ansprechpartner für die rund 1000 Otterfinger sein, die noch nicht volljährig sind. Foto. privat
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Die neuen Kinder und Jugendbeauftragten (v. l.) Severin Falkenhahn, Larissa Aneder und Patrick Willibald wollen Sprachrohr und Ansprechpartner für die rund 1000 Otterfinger sein, die noch nicht volljährig sind.

Neue Kinder- und Jugendbeaufragte

Ein Trio für die Otterfinger Jugend: Erster Fokus liegt auf dem Skaterpark

  • Andreas Höger
    VonAndreas Höger
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Die jungen Otterfinger haben wieder eine Stimme –oder genauer: drei Stimmen. Larissa Aneder, Patrick Willibald und Severin Falkenhahn wurden jetzt offiziell zu Kinder- und Jugendbeauftragten der Gemeinde bestellt. Das Trio hat gleich eine der größten Baustellen anpackt: Der Skaterplatz soll wieder zu einem attraktiven Treffpunkt werden.

Otterfing – Die Kennenlern-Phase liegt schon länger zurück, fast 20 Jahre. „Wir sind Sandkasten-Freunde“, sagt Patrick Willibald. Wie seine beiden Mitstreiter ist er 24 Jahre jung und in Otterfing aufgewachsen. Noch nicht lange ist es her, da profitierten die drei selber vom Ferienprogramm der Gemeinde.

„Das sind schöne Erinnerungen“, sagt Severin Falkenhahn, „jetzt wollen wir dem Ort etwas zurückgeben.“ Schon 2020 organisierten sie das Ferienprogramm. Severin und Patrick nutzen dafür ihre Erfahrungen als ehrenamtliche Leiter von Kinder- und Jugendfreizeiten. Seit Juni, als der Gemeinderat ihre Bestellung zu Kinder- und Jugendbeauftragten beschloss, ist das Trio nun in offizieller Mission unterwegs.

Gleichberechtigte Triple-Spitze mit unterschiedlichen Fähigkeiten

Die Aufgabe war zwei Jahre vakant gewesen, nachdem die ehemalige Rappelkisten-Vorsitzende Andrea Kadner, die seit 2014 als Beauftragte fungiert hatte, aus dem Ort weggezogen war. „Wir haben uns bewusst als Trio beworben“, sagt Willibald, „damit können wir die Aufgaben aufteilen und mehr Ansprechpartner bieten.“ Das jahrelang gewachsene Vertrauen zueinander hilft dabei. „Wir sind eine gleichberechtigte Triple-Spitze mit unterschiedlichen Fähigkeiten“, betont Willibald, der Sport-, Kultur- und Eventmanagement studiert hat und bald eine Stelle in München antritt. Severin Falkenhahn absolviert ein Betriebswirtschafts-Studium, Larissa Aneder arbeitet als Grafikdesignerin.

Clever läutete das Trio schon im aktuellen Ferienprogramm ein erstes konkretes Projekt ein: Kinder und Jugendliche sind aufgerufen, Ideen zu entwickeln, um den Skaterplatz von seinem zuletzt schlechten Image zu befreien und aus ihm wieder einen lebendigen, offenen Treffpunkt zu machen. Ein erstes Treffen fand im August statt, ein weiteres ist am Mittwoch, 8. September, angesetzt (15 bis 18 Uhr).

Zehn Kids, die meisten zwischen 13 und 15 Jahre alt, waren im August erschienen. Vandalistische Umtriebe ungebetener Nutzer, die den Skaterplatz in der Vergangenheit etwas in Verruf brachten, seien zuletzt nicht mehr vorgekommen, ließen die Kids die drei Beauftragten wissen. „Betroffen war zuvor hauptsächlich das Toilettenhäuschen und dessen Umfeld“, sagt Falkenhahn, „die Kinder selbst sehen den eigentlichen Skaterplatz nicht als Problemzone.“

Für alle Anliegen ein offenes Ohr

Wünschen würde sich die Zielgruppe einen Sonnenschutz, nachdem ein verschlissenes Sonnensegel vor einiger Zeit eingeholt werden musste. „Einige fragten auch nach chilligen Sitzmöglichkeiten oder einem Grillplatz“, berichtet Willibald. Man sammle weiter Ideen und werde diese dann der Gemeinde vortragen, kündigte Falkenhahn an. Der Skaterplatz spiele eine wichtige Rolle für die Jugend des Orts: „Es ist der einzige Ort, wo man sich ohne Vereinsbindung treffen kann. Jeder soll wieder Lust haben, dorthin zu kommen.“

Das Trio konzentriert sich zunächst auf die Wiederbelebung des Skaterplatzes. „Grundsätzlich haben wir aber für alle Anliegen immer ein offenes Ohr“, stellt Willibald klar. Sofern es die Corona-Lage erlaubt, soll es monatliche Treffen im Haus für Kinder (Schulstraße) geben. „Uns ist wichtig, im Gespräch zu bleiben mit den Kindern und Jugendlichen“, betont Falkenhahn. Um den Handlungsspielraum zu vergrößern, wollen die drei beim Gemeinderat ein kleines Budget für 2022 beantragen. Das sollte nicht unmöglich sein, glaubt Falkenhahn: „Wir spüren schon die Rückendeckung des Gemeinderats.“

Die Jugendbeauftragten sind via E-Mail erreichbar: leitung@kjb-otterfing.de

Mehr Infos zum Thema Skaterpark finden Sie hier.

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