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Der Ort des Geschehens nach den Ausschreitungen: Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung - lebensgefährlich verletzt wurde aber niemand. Auch der dort liegende junge Mann wurde lediglich vor Ort behandelt.

Es hätte ein ganz friedlicher Abend unter Gleichgesinnten werden sollen

Eritreische Tauffeier eskaliert: Das wissen wir bisher

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Otterfing - Es sollte eine friedliche Tauffeier werden, die Eltern aus Eritrea hatten dazu am Sonntag auch Landsleute aus Holzkirchen ins Otterfinger Pfarrheim eingeladen - dann flogen die Fetzen.

Völlig unklar ist, warum die Stimmung unter den Flüchtlingen am Abend kippte. Nach Angaben der Polizei kam es gegen 21.15 Uhr zu tätlichen Auseinandersetzungen. Die Streithähne gingen vor dem Pfarrheim sogar mit Steinen und Zaunlatten aufeinander los. Es gab zwei Leichtverletzte. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Landfriedensbruch.

Die Eltern des Kindes stammen aus Eritrea, sie wohnen in einem Quartier in der Palnkamer Straße. Zur Taufe begrüßten sie andere Flüchtlinge aus ihrem Heimatland, die aus der Umgebung ins Otterfinger Pfarrheim gekommen waren. Wie gegen Abend der Streit entstand und warum es zur Eskalation auf der Straße kam, ist den Ermittlern noch ein Rätsel.

Laut Polizei waren schließlich etwa 25 Personen mehr oder weniger in die Handgreiflichkeiten verwickelt, die sich vor das Pfarrheim verlagerten und schließlich im Bereich St.-Georgs-Platz und Münchner Straße eskalierten. Es beharkten sich nach ersten Ermittlungen jeweils Dreier- und Vierergruppen. Einige der Streithähne bewarfen sich offenbar mit pflastergroßen Steinen und rissen Zaunlatten ab, um damit aufeinander einzuschlagen. Zum Glück traf keiner der Steine sein Ziel. Letztlich erlitt ein Mann durch den Hieb einer Zaunlatte eine Platzwunde am Kopf. Der Angreifer seinerseits verletzte sich offenbar beim Zuschlagen an der Hand. Beide Männer wurden vom Rettungsdienst behandelt.

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an und hatte die Situation nach eigenen Angaben schnell im Griff. Im Einsatz waren zehn Streifen aus Holzkirchen, Bad Wiessee, Miesbach, Geretsried und Bad Aibling. Auch ein Hundeführer war vor Ort. Dolmetscher sollen jetzt helfen, die Hintergründe der Schlägerei zu beleuchten. Sechs Beteiligte wurden polizeilich erfasst. Einer der Beschuldigten, der in Holzkirchen wohnt, ist laut Polizei nicht das erste Mal unrühmlich aufgefallen. Zeugen oder gar Geschädigte werden gebeten, sich unter 0 80 24 / 90 740 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Ermittelt wird auch wegen Landfriedensbruch – was automatisch der Fall ist, wenn in eine Auseinandersetzung eine größere Gruppe (15 bis 20 Personen) verwickelt ist.

avh

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