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Kunterbunte Welt: Katharina Küpper moderiert die Wissensshow „Echt jetzt?! – Das ultimative Boomerang Universalwissen“. Und beantwortet Fragen, die Kinder im Alltag stellen.

Träumende Katze trifft schlauen Forscher

Filmdreh in neuem Otterfinger Studio

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Otterfing  Träumen Tiere wie wir? Kann ich meine Haare so lang wachsen lassen wie Rapunzel? Fragen, die Kindern unter den Nägeln brennen, beantwortet die Wissensshow „Echt jetzt?! – Das ultimative Boomerang Universalwissen“. Das Team drehte in einem neuen Filmstudio in Otterfing.

Greenscreen: Vor grünem Hintergrund wurde im Filmstudio in Otterfing gedreht.

In der Szene hakt es ein paar Mal. Klappe die erste, zweite, dritte. Vor jedem neuen Anlauf stürmt eine Visagistin auf die Bühne zu Moderatorin Katharina Küpper – sprüht ihre langen Haar mit Haarspray ein, pudert das Gesicht. Küpper legt den Finger aufs Kinn, beobachtet eine Katze auf einem Kratzbaum. Die Kamera läuft. „Da passiert ja gar nichts“, sagt sie. „Die lässt sich von nichts ablenken.“ Nicht mal von ihrem Lieblingsessen. Alles klar: „Sie schläft.“ Ein bebrillter Forscher mit grauem Wuschelhaar und französischem Akzent erklärt Küpper zusätzlich, dass das Tier gerade das im Traum verarbeitet, was es heute erlebt hat. Küpper zieht an einer Kordel. Das Licht geht aus. „Cut, wunderbar“, ruft der Regisseur David Gromer. Jetzt ist es geschafft.

Zwei Wochen lang hat Boomerang, der Kinder- und Familiensender von Turner Deutschland, jetzt in Otterfing gedreht. Und zwar für die Wissensshow „Echt jetzt?! – Das ultimative Boomerang Universalwissen“ mit der Schauspielerin Küpper. Diese ist aus der SWR-Kinderserie Motzgurke.TV bekannt und spielt in der Krimiserie „Kripo Holstein – Mord und Meer“ die Kriminaloberkommissarin Catrin Christiansen. Das neue Format wird zusammen mit der Produktionsfirma Bumm Film GmbH produziert. Und die Firma ist erst vor ein paar Wochen von München an den Otterfinger Gewerbering umgezogen. „Es ist unsere erste Produktion in der neuen Halle“, erklärt Geschäftsführer Nico Krappweis aus Arget, der die GmbH zusammen mit seinem Bruder betreibt, dem Komiker Tommy Krappweis (RTL Samstag Nacht). Letzterer ist zudem der Erfinder der KiKA-Kultfigur „Bernd das Brot“.

Zum Kult wird eines Tages vielleicht auch die neue Wissensshow. Ziel ist es laut Programmdirektor Thorsten Schweer und dem zuständigen Redakteur Christian Honeck, Fragen zu beantworten, die Kinder im Alltag stellen. Die Antworten sollen unterhaltsam und witzig sein und über das normale „darum“ vieler Eltern herausgehen. Beide sind selbst Vater, und wissen, was Kinder so beschäftigt. Die Sendung besteht zunächst aus zehn Episoden à elf Minuten, es werden jeweils zwei Fragen beantwortet. Etwa: „Kann ich meine Haare so lang wachsen lassen wie Rapunzel?“, „Kann ein Pony zum Mond reiten?“, „Was passiert, wenn ein Ritter mit Ritterrüstung Pipi machen muss?“ oder eben: „Träumen Tiere wie wir?“, worauf die vorhin gedrehte Szene eingeht. Die Kernzielgruppe liegt zwischen vier und sieben Jahren. Erstausstrahlung ist im November 2016.

Gedreht wird in einem virtuellen Studio vor einem Greenscreen, einem grünen Hintergrund, der für den Zuschauer später weiß wirkt und in den sich Animationen reinlegen lassen. Animierte und reale Welt verschmelzen. Mithilfe von Visual Effects, die zwei- und dreidimensionale Elemente verbinden, tauchen Menschen, Tiere und Objekte auf, die Küpper dabei helfen, das Thema zu erklären. Diese erscheinen natürlich erst hinterher auf dem Bildschirm, weswegen Küpper beim Dreh weder mit Katze noch Forscher direkt – sondern mit der Luft spricht.

Kein Problem für Küpper, eine Frau mit festem Blick. „Da ich gelernte Schauspielerin bin, fällt es mir natürlich leichter, mir die ganzen Effekte vorzustellen. Ein großer Vorteil“, sagt sie. „Nach den zwei Wochen Drehzeit kann ich ein klein wenig verstehen, wie es war Avatar zu drehen“, scherzt sie. Die neue Sendung macht ihr Spaß. Auch als Erwachsener könne man da noch was lernen. „Das ist das Schöne an dem Format.“ Außerdem: „Ich liebe Kinder über alles“, sagt die 31-Jährige. Es ist ihr erster Dreh nach der Babypause. Und ihre achtmonatige Tochter Juli durfte mit nach Otterfing, krabbelt am Set umher. Küpper lebt mit ihrem Mann, dem Schauspieler Peter Foyse, in Berlin. Allerdings lernten sich die beiden in München kennen, bei der Schauspielausbildung. „Es ist mein erster Job in München.“ Genauer gesagt in Otterfing. Hier bei der Produktionsfirma auf dem Land gefällt es ihr gut. „Für mich ist es ein Geschenk.“ Es gehe sehr familiär zu.

Dann muss Küpper zurück zum Set, sieht noch schnell nach ihrer Tochter, auf die ihr Mann aufpasst. Jetzt geht es wieder in die große Halle, wo mitten Otterfing eine kunterbunte Welt für Kinder entsteht.

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