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Die Mobilfunkversorgung in Deutschland soll besser werden, auch im Oberland. (Symbolbild)

Funkmast in Autobahnnähe

Sorge vor 5G spaltet Otterfinger Gemeinderat

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In der Nähe der A8 bei Otterfing soll ein neuer Mobilfunkmast gebaut werden. Der Gemeinderat sieht das wegen des neuen Mobilfunkstandards 5G skeptisch.

Otterfing – Die Diskussion um den neuen Mobilfunkstandard 5G und dessen Auswirkungen haben jetzt auch Otterfing erreicht. Weil die Risiken der hochfrequenten Strahlung noch nicht abgeschätzt werden können, sprach sich der Gemeinderat mehrheitlich gegen einen Funkmast im Bereich der Autobahn aus. Verhindern kann er ihn aber nicht.

Der Funkmast im Hofoldinger Forst auf Otterfinger Gemeindegebiet sei angeblich für die Sicherung der Autobahn gedacht, erklärte Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU). Roberto Sottanelli (SPD) wusste gar noch mehr: „Er ist überwiegend für Behördenfunk, das ist unbedenklich.“ Freilich sei es aber möglich, dass der Mast später für den neuen Mobilfunkstandard 5G nachgerüstet wird.

5 G: Die Zweifel bleiben

Und da lag für die Mehrheit der Gemeinderäte das Problem. Wie berichtet bildet sich in vielen Gemeinden im Oberland ein Widerstand gegen 5G. „Ich möchte ungern durch einen Bau auf Otterfinger Flur in so eine Diskussion kommen“, sagte Robert Schüßlbauer (CSU). „Ohne in der Materie zu sein“ äußerte er deshalb seine Bedenken zu dem Vorhaben. Dennoch fand er es komisch, dass jahrelang nicht über den Bau neuer Funkmasten gesprochen worden sei und kaum stehe 5G an, werde überall nach Standorten gesucht. Georg Schlickenrieder (CSU) schloss sich an: „Wir sollten sagen, dass wir dem misstrauen.“

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Ginge es um Masten im Ort, würde er den Vorrednern zustimmen, sagte Andreas Eichhorn (SPD), aber: „Hier geht es um die Autobahnversorgung, der Mast ist weit genug weg.“ Das sah auch Thomas Hogger (Grüne) so und fügte hinzu: „Deutschland ist beim Mobilfunk auf Entwicklungslandniveau. Der Mast ist weit weg von Wohnbebauung.“ Wenn man zur Digitalisierung stehe, müsse man das eben ändern. Max Ruf (SPD) beendete schließlich die Diskussion: „Leut’, wir werden das Ding nicht verhindern.“

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Telekom soll Gemeinderat über 5G aufklären

Denn laut Bauamtsleiter Heinz Hirz handelt es sich bei dem Bauantrag um ein privilegiertes Vorhaben, das auch ohne Zustimmung der Gemeinde realisiert werde. Diese verweigerten die Räte aber trotzdem mehrheitlich. CSU und FWG stimmten geschlossen gegen den Mast, Grüne und SPD dafür.

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Zweite Bürgermeisterin Ulrike Stockmeier (FWG) regte an, dass ein Vertreter der Telekom das Gremium grundsätzliche über 5G aufklären solle. Damit die Diskussionen in Zukunft auf einer entsprechend fundierten Faktenlage geführt werden könnten. 

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