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Vorsicht geboten: Im Gasserweg geben viele Autofahrer, die diesen als schnellen Abkürzer zur Staatsstraße in Richtung Bahnhof nutzen, zu viel Gas, glaubt ein Anwohner. 

Gefährlicher Abkürzer durch den Gasserweg

„Schwerer Unfall nur eine Frage der Zeit“

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Der Otterfinger Norbert Baumert ist sich sicher: Irgendwann wird‘s im Gasserweg gewaltig krachen. Denn die Autos fahren dort viel zu schnell. Jetzt soll das Rathaus helfen.

Otterfing – Nur 150 Meter lang ist der Gasserweg, der den Stützenfeldweg mit der Kreuzstraße verbindet. Eine kurze, aber gefährliche Ortsstraße, wie Anwohner Norbert Baumert jetzt in der Bürgerversammlung beklagte. Einige Autofahrer seien dort unverantwortlich schnell unterwegs. „Ein schwerer Unfall ist nur eine Frage der Zeit“, glaubt Baumert. Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU) sagte zu, im Verkehrsausschuss des Gemeinderats, der vermutlich im Juni tagt, über mögliche Maßnahmen im Gasserweg zu diskutieren.

Wie Baumert erläuterte, erschwere eine alte Scheune die Übersicht in der kleinen Anwohnerstraße. Da es auch keine Gehsteige gebe, fürchtet er um die Sicherheit vor allem von Kindern. „Allein im westlichen Neubaugebiet wohnen vier Grundschüler und Kleinkinder.“ Eine Bedrohung seien speziell Autofahrer, die den Gasserweg als schnellen Abkürzer von der Staatsstraße in Richtung Bahnhof und umgekehrt nutzen.

Als Lösung schlug der Anwohner vor, die Straße für Durchgangsverkehr zu sperren. „Wäre kostengünstig und leicht zu kontrollieren.“ Denkbar sei auch der Umbau in eine Spielstraße. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Gemeinderat da mitgeht“, winkte Eglseder ab. Als man es einst anderswo mit einer Spielstraße versucht habe, hätten Eltern ihre Kinder animiert, auf der Straße zu spielen und so den Verkehr zu beruhigen. „Seitdem machen wir das nicht mehr.“

Ein anderer Vorschlag Baumerts gefiel dem Bürgermeister besser: eine Tempo-30-Zone gleich im gesamten Wohngebiet, ab der Einmündung des Stützenfeldwegs in die Staatsstraße. „Ein realistischer Ansatz“, fand der Rathauschef.

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