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Die Straße nach Wettlkam wurde von der Gemeinde gesperrt, nachdem der Gemeinderat den ersten Haushaltsentwurf abgelehnt hatte. Inzwischen sind die gröbsten Schlaglöcher beseitigt.

Gemeinde Otterfing beendet Sperrung

Die Wettlkamer Straße ist wieder offen

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Otterfing – Die Wettlkamer Straße ist wieder offen. Nachdem der Bauhof in den vergangenen Tagen die schlimmsten Schlaglöcher gestopft hat, gab das Rathaus die gemeindliche Verbindungsstraße zwischen Bergham und Wettlkam am Dienstag wieder für den Verkehr frei.

Ende März hatte Bürgermeister Jakob Eglseder die marode Straße sperren lassen, nachdem der Gemeinderat den ersten Haushaltsentwurf der Verwaltung abgelehnt hatte. Daraus hatte sich laut Eglseder eine Art Haushaltssperre ergeben, die selbst kleinere Investitionen wie Straßenreparaturen nicht erlaubt habe. Der Haushalt ist inzwischen verabschiedet. Einstimmig beschloss der Gemeinderat Anfang Mai, die Wettlkamer Straße ein weiteres Mal notdürftig zu reparieren, um sie zeitnah wieder öffnen zu können. 

Eine grundlegende Sanierung, verbunden mit einer Verbreiterung, scheitert seit Jahren daran, dass ein Grundstücksbesitzer die nötigen Flächen nicht veräußern will. Jetzt aber drängt die Zeit: Die Telekom will im Herbst, spätestens im Frühjahr, ein Breitband-Kabel (Internet) nach Wettlkam legen, die Gemeinde plant schon lange die Ertüchtigung der Wasserleitung. Beide Maßnahmen sollen aus Kostengründen in einer Grabungskampagne erledigt werden – im Idealfall auf der Straßentrasse, die in diesem Zug auch gleich saniert und verbreitert werden könnte. „Wenn es auf der Straßentrasse nicht klappt, weichen wir auf eine Alternativtrasse aus“, sagt Eglseder. Umstritten ist im Gemeinderat die künftige Breite der Straße. Laut Bürgermeister gewährt der Staat nur Zuschüsse, wenn auf mindestens fünf Meter ausgebaut wird. 

43 Tonnen Asphalt waren nach Angaben des Bürgermeisters nötig, um die Straße fürs Erste wieder befahrbar zu machen. Der Bauhof war 60 Stunden damit beschäftigt, dazu kamen zwölf Lkw-Stunden. Die Kosten dieser provisorischen Sanierung beziffert Eglseder auf 8500 Euro. „Berühmt ist der Zustand aber immer noch nicht“, sagt der Bürgermeister. 

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