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Vor dem Otterfinger Rathaus wird demnächst eine Ladestation für Elektro-Autos in Betrieb gehen. 

Gemeinde finanziert Ladestation

Strom tanken vor dem Rathaus

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Elektroautos können bald vor dem Otterfinger Rathaus tanken. Die Gemeinde richtet auf dem Parkplatz südlich des Rathauses eine Ladestation ein.

Otterfing – Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Den weiteren Betrieb der Stromtankstelle besorgt die Firma Charge-ON, ein Gemeinschaftsunternehmen von E.ON und seiner regionalen Töchter, in diesem Fall der Bayernwerk AG.

Wie Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU) jetzt im Gemeinderat bekannt gab, belaufen sich die Anschaffungskosten auf rund 7500 Euro. Rund 3500 Euro sind durch Fördermittel des Bundes gedeckt. „Wir sind eine umweltfreundliche Gemeinde, das sollte drin sein“, sagte Eglseder, der als Verwaltungschef den Auftrag erteilt hatte. Aus dem Gemeinderat kam kein Widerspruch. „Als Gemeinde haben wir eine Vorreiterrolle“, betonte der Rathauschef.

Auch die jährlichen Betriebskosten für die öffentlich zugängliche E-Tankstelle trägt die Gemeinde. Nach Angaben von Rathaus-Geschäftsleiter Markus Stark sind pro Jahr netto rund 700 Euro fällig, die den technischen Service für Wartung und Störungsdienst abdecken.

Die Betriebsvereinbarung mit Charge-ON läuft zunächst zwei Jahre und kann anschließend jeweils um ein Jahr verlängert werden.

Ursprünglich war angedacht gewesen, die Ladestation auf dem Platz vor dem Sparkassenhaus (Kirchwinkel) einzurichten. Dort wäre es aber mit der Stromversorgung schwierig geworden, erklärte der Bürgermeister. „So eine Ladestation braucht enorm viel Strom, die lässt sich nicht überall platzieren.“

Gebaut wird eine Ladesäule mit zwei Anschlüssen, die je 22 Kilowatt (kW) Leistung bringen. In der Regel gilt: Wer 150 Kilometer weit kommen will, muss seinen Wagen etwa eine Stunde ans Kabel hängen. Bezahlt wird mittels einer speziellen Ladekarte. E.ON-Drive bietet etwa als Einstiegsangebot eine monatliche Flatrate von 50 Euro für beliebig vieles Aufladen an. Ansonsten werden zehn Cent pro Minute fällig, bei einer monatlichen Grundgebühr von acht Euro.

Wie in Otterfing entstehen derzeit beispielsweise auch in Rottach und Bayrischzell Stromtankstellen. Hintergrund ist ein im Februar 2017 gestartetes Förderprogramm des Bundes. Ausgeschüttet werden Zuschüsse in Höhe von 100 Millionen Euro für 10 000 neue Normalladestationen sowie weitere 200 Millionen Euro für 5000 Schnellladestationen. Die Förderung umfasst neben der Errichtung der Ladesäule auch den Netzanschluss und die Montage. Voraussetzung für die Förderung ist unter anderem, dass die Ladesäulen öffentlich zugänglich sind und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.

Deutschlandweit gibt es derzeit erst knapp 11 000 öffentlich zugängliche Ladestationen für Elektro-Autos.

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