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Tödliche Leckerei: I n Wiener Würstchen versteckte ein unbekannter Täter die Giftköder, die mindestens drei Otterfinger Hunden zum Verhängnis wurden.

Wiener als tödliche Leckerei

Hunde-Hasser tötet weiteres Tier - Polizei setzt Sonderermittler ein

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Die Otterfinger Giftköder haben weitere Opfer gefordert. Laut Polizei starb ein Hund, zwei Vierbeiner leiden unter Vergiftungen. 

Otterfing Die Spezialisten warten nur auf gutes Wetter. Drei „Mantrailer“-Hunde, deren Spürnasen besonders geschult sind, sollen in der Berghamer Straße Witterung aufnehmen und die Ermittler der Polizei zu dem Täter führen, der vergangene Woche über 30 Giftköder am Straßenrand verstreute.

Ein erster Anlauf Ende vergangener Woche wurde wegen des Sturms abgebrochen. „Aber trotz des schlechten Wetters hat einer der Hunde eine gute Spur aufgenommen“, berichtet der zuständige Ermittler der Holzkirchner Polizei. Die Erfolgsquote der „Mantrailer“-Teams liege bei 90 Prozent. „Ich verspreche mir sehr viel von diesem Einsatz“, sagt der Ermittler.

Hunde-Hasser in Otterfing: Polizei sucht mit Spürhund nach weiteren Giftködern (merkur.de)

Dass bereits einige Tage verstrichen sind – die ersten Köder wurden vor einer Woche entdeckt – verschlechtert die Erfolgsaussichten kaum. Einige der mit Giftweizen versetzten Wiener Würstchen wurden vorsorglich in sterile Kompressen gepackt und in Reagenzgläsern eingeschlossen. Die Hunde nehmen vor Ort diese Duftmoleküle auf und folgen ihnen bis zur Quelle. Ihr Riechvermögen ist eine Million mal besser als das des Menschen. Hunde atmen in kurzen Atemzügen bis zu 300 Mal in der Minute, ihr Geruchssinn wird ständig mit Informationen versorgt. 

Erster Vergiftungsfall bereits Ende Dezember

„Sobald das Wetter mitspielt, legen die Mantrailer los“, kündigt der Polizeisprecher an. Wie Ermittlungen ergaben, ist die Mischlingshündin Nana (wir berichteten) nicht das einzige Opfer des „Hundehassers von Otterfing“. Während Nana und ein weiterer Hund, der den Köder fraß, die Vergiftung bis dato überlebten, ist ein dritter Hund offenbar verstorben. 

Ein weiterer Vergiftungsfall ereignete sich laut Polizei bereits Ende Dezember in der Bahnhofstraße. Die Polizei geht davon aus, dass es einen Zusammenhang gibt. Die spurentechnische Auswertung der Köder ist noch nicht abgeschlossen.

Freising: Tierquäler wirft vergiftete Wiener zu Hündin Pini über Gartenzaun (merkur.de) 

Das Ausmaß der Giftköder-Kampagne in Otterfing sorgte für überregionale Empörung. Bei den Befragungen direkt in der Berghamer Straße fiel dem Ermittler aber auch auf, dass viele Anwohner auf manche Hundebesitzer nicht gut zu sprechen sind. Vor allem die Hundehaufen sorgen offenbar für viel Ärger. „Da ist sogar regelrechter Hass auf Hunde zu spüren“, sagt der Polizist.

Belohnung von PETA 

Wer aber ging so weit, die Giftköder in dieser Menge zu streuen, die ja auch Kindern gefährlich werden könnten? „Wir bitten die Otterfinger, die Augen offen zu halten“, sagt der Ermittler. Er geht davon aus, dass der oder die Täter in Otterfing wohnen. „Verdächtig wäre, wenn Personen plötzlich ihr Verhalten ändern.“ Sachdienliche Hinweise nimmt die Holzkirchner Polizei unter der Nummer 0 80 24 / 90 740 entgegen.

Gauting: Hunde mit Essig verätzt - jetzt spricht die Halterin (merkur.de)

Wer entscheidende Hinweise zur Ergreifung des Täters liefert, auf den wartet eine Belohnung. Die Tierschutzorganisation PETA hat bereits 500 Euro ausgelobt.. Aufgrund der sehr starken öffentlichen Wirkung des Falls hat sich laut Polizei zusätzlich eine in der Region ansässige Tierschutz-Vereinigung eingeschaltet und bietet noch einmal 500 Euro. Damit summiert sich die Belohnung auf 1000 Euro. Wie die Polizei betont, werden die Hinweise anonym behandelt.

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