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Umzug ins Otterfinger Gewerbegebiet: Eddylab-Geschäftsführer Michael Reiter bringt 20 Arbeitsplätze mit, zehn neue sollen entstehen.

30 Arbeitsplätze in Aussicht

High-Tech-Firma Eddylab zieht 2017 nach Otterfing

Otterfing – Die Firma Eddylab verlegt ihren Firmensitz ins Otterfinger Gewerbegebiet – 30 Arbeitsplätze sind geplant. Damit kommt eine High-Tech-Branche in die Gemeinde.

Sie sind Spezialisten für feinste Gefühle: Die Firma Eddylab, die mit der Entwicklung von präzisen Sensorsystemen ihr Geld verdient, verlegt den Firmensitz von Taufkirchen (Landkreis München) nach Otterfing. Wie Bürgermeister Jakob Eglseder auf Anfrage erklärte, erwarb das Unternehmen von der Gemeinde ein 3800 Quadratmeter großes Grundstück im Gewerbegebiet an der Ludwig-Ganghofer-Straße. Geschäftsführer Michael Reiter drückt aufs Tempo: „Ende 2017 wollen wir in Otterfing einziehen.“ Etwa 30 Arbeitsplätze sollen entstehen.

Der Bauantrag ging in der jüngsten Gemeinderatssitzung problemlos und ohne Gegenstimme durch. Das Betriebsgebäude weist beachtliche Ausmaße auf, es wird laut Reiter 46 Meter lang und 22,50 Meter breit. So entsteht eine Nutzfläche von 2400 Quadratmetern. Im Erdgeschoss kommt die Produktion unter. „Uns reicht eine Deckenhöhe von drei Metern“, sagt Reiter. Im Obergeschoss wird unter anderem das Entwicklungsteam an neuen Ideen tüfteln. „Unsere Spezialität sind maßgeschneiderte Sensorik-Lösungen“, sagt Reiter. Eddylab-Produkte werden etwa in Prüfständen von Forschungseinrichtungen verbaut, kommen im Maschinenbau zum Einsatz und unterstützen das Handling von Turbinen und Windrädern. Zuletzt meldete man sechs neue Patente an.

Wohnungen sind in dem Gebäude nicht geplant. Trotzdem legt Reiter Wert auf eine Wohlfühl-Atmosphäre. „Wir haben ein interessantes energetisches Konzept, bauen viel mit Holzelementen und planen auch eine Galerie.“ Etwa 20 Mitarbeiter beschäftigt die Firma derzeit in Taufkirchen, davon 15 in Vollzeit. In Otterfing soll sich die Belegschaft auf 30 Beschäftigte erhöhen. Auch Ausbildungsplätze (Elektroniker und Industrie-Kaufleute) soll es geben. „Meist übernehmen wir die Azubis“, sagt Reiter.

Der Geschäftsführer selbst ist in Feldkirchen-Westerham zuhause, die Mitarbeiter wohnen überwiegend im Süden und Südosten Münchens. „Deswegen wollten wir unbedingt in der Region bleiben“, sagt Reiter. Es sei nicht gelungen, größere Gewerbegrundstücke in Taufkirchen zu erwerben. „Wir suchen schon länger“, sagt der Firmenchef, „aber die Preise steigen dort so immens, dass wir nicht mehr mithalten konnten.“ Zuletzt sei man an einem Areal nahe Infineon dran gewesen, „bis uns ein chinesischer Investor zuvorgekommen ist“. Als Reiter die Fühler in die Region ausstreckte, „kam der beste Zuspruch aus Otterfing“. Gewichtiges Argument: Die S-Bahn ist nur 900 Meter entfernt.

Als weniger hilfreich empfand Reiter die strengen Bauvorschriften im Otterfinger Gewerbegebiet. Auf ein Satteldach etwa hätte er gerne verzichtet, oder wenigstens einen Quergiebel eingezogen. „Tut schon weh, dass das nicht möglich ist“, sagt Reiter.

Unter dem Namen Eddylab tritt die Firma erst seit einigen Wochen auf. Ehe man das ganze Unternehmen nach dem in der Branche bekanntesten Produkt benannte, firmierte das Geschäft unter der Marke „Waycon Engineering“. Die „Mutter“ Waycon hatte Reiter zusammen mit zwei Kompagnons im Jahr 1999 gegründet. Vor zwei Jahren ging Reiter mit dem Unternehmenszweig „Engineering“ über eine Ausgründung eigene Wege. Heuer erfolgte schließlich die namentliche Trennung von Waycon.

avh

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