Ausgabe am Rathausfenster: Franziska Hainz und Katrin Weißbach verteilen am Faschingsdienstag 500 Faschingskrapfen nebst Aprikosen-Injektion.
+
Ausgabe am Rathausfenster: Franziska Hainz und Katrin Weißbach verteilten am Faschingsdienstag 500 Faschingskrapfen nebst Aprikosen-Injektion.

Faschingsaktion

Impfstoff zum Vernaschen: Gemeinde verschenkt 500 Krapfen mit Aprikosen-Spritzen

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
    schließen

Ein kleiner Pieks ins süße Gebäck, ein großer Genuss am Gaumen: 500 impfbereite Krapfen verschenkte die Otterfinger Gemeindeverwaltung am Faschingsdienstag über Ausgabefenster im Erdgeschoss. Der „Impfstoff“ war auf Einweg-Spritzen aufgezogen und wurde mitverteilt.

Otterfing - Am Faschingsdienstag lassen es die Otterfinger traditionell noch einmal krachen. Alle fünf Jahre ein großer Faschingszug (zuletzt 2020 kurz vor der Corona-Pandemie), dazwischen öfter närrisches Maschkera-Gewusel am Dorffest-Platz. Heuer bremst der Corona-Lockdown alle Ambitionen für einen launigen Straßenfasching aus. Jedoch, ein kleines Zuckerl bekamen die Otterfinger serviert: Ein Krapfen-Impfungs-Set „to go“, serviert aus dem Rathaus-Parterre.

Von der netten Idee hatte Bürgermeister Michael Falkenhahn (SPD) m Radio gehört und sich kurzfristig entschlossen, den Otterfingern damit den Faschingsdienstag zu versüßen. „Ein wenig Heiterkeit und gute Laune schaden bestimmt nicht“, sagt Falkenhahn, „und die Leute kommen mal auf andere Gedanken.“

Aprikose wirkt am besten

Neben dem Krapfen bekamen die Maschkera eine Einweg-Spritze voller Konfitüre, die dem Krapfen einzuimpfen war. „Als am besten wirksam und verträglich hat sich Aprikose erwiesen“, berichtet Bürgermeister Michael Falkenhahn (SPD) aus den Rathaus-Laboren.

Die Krapfen hatte die Gemeinde bei der Holzkirchner Großbäckerei Ratschiller bestellt, als Spezialanfertigung ohne Füllung. „Geimpft wurde oft daheim“, berichtet Falkenhahn, „da konnten auch die zur Spritze greifen, die im Home-Office beschäftigt waren“. Mit Franziska Hainz und Katrin Weißbach übernahm der Rathauschef selber die Ausgabe oder überwachte das coronakonforme Anstellen. „Lief sehr diszipliniert ab“, lobte er.

„Schaut so aus, als ob wir alles verimpfen können“

Zwei Drittel der Beschenkten kam nicht nur mit Maske, sondern auch als Maschkera an die Fenster. Eine große Traube habe sich nie gebildet, sagt Falkenhahn. Zwischen 9.09 und 12.12 Uhr verließ ein Krapfen nach dem anderen das Rathaus.

Um 11.45 Uhr hatten sich die Bestände deutlich gelichtet. „Schaut so aus, als ob wir alles verimpfen können“, stellte der Bürgermeister fest. Da der Krapfen-Impfstoff nur im Fasching richtig wirkt, habe sich die Rathaus-Besatzung zum Ziel gesetzt, die Bestände bis zum Kehraus aufzubrauchen. „Wir werden sicher nichts von diesem köstlichen Impfstoff verschwenden“, versprach Falkenhahn.

Mehr Informationen zur Otterfinger „Krapfen-Impfung“ lesen Sie hier.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare