Am Biertisch geboren: Die Blaskapelle Otterfing ist zum gereiften Ensemble gewachsen. Unter der Leitung von Robert Schüßlbauer (l.) präsentierte sie im Otterfinger Hof ihr Jubiläumsprogramm. Foto: Andreas Leder

Jubiläumskonzert der Otterfinger Blasmusik

Gereift und demokratisch

Otterfing - Sie entstanden quasi am Biertisch. Sie wuchsen als Musikanten miteinander auf. Jetzt hat die Otterfinger Blasmusik ihre junge Geschichte gefeiert: beim Jubiläumskonzert.

Wenn es nach dem Durchschnittsalter der Musikanten geht, ist sie wohl die jüngste Kapelle im Landkreis Miesbach: die Blasmusik Otterfing. Vor 15 Jahren entsprang sie einer Vision ihrer Gründer Robert Schaal und Bertl Bauer. „Die beiden haben das quasi gemeinsam am Biertisch beschlossen“, erklärt der heutige Vorsitzende Anton Killer.

Zum 60. Geburtstag hatte sich Schaal statt Geschenken nämlich Spenden zur Gründung einer Blasmusik gewünscht. Gesagt, getan, dachten sich seine Freunde - und bald darauf konnten Schaal und Bauer die Otterfinger Blasmusik planen. Vor genau 15 Jahren war das. Damals, 1999, gab die frisch aus der Taufe gehobene Kapelle ihr erstes Frühjahrskonzert. An vorderster Bühnenfront: Kinder. Drei Viertel der Gründungsmitglieder waren zwischen acht und zehn Jahren alt, erinnert sich Killer. Mittlerweile sind freilich auch sie älter geworden. Inzwischen stehen bei der Blasmusik Otterfing momentan vor allem Mittzwanziger auf der Bühne, wie sich leicht nachrechnen lässt.

In 15 Jahren Geschichte ist nicht nur die Kapelle gereift, sondern auch ihr musikalisches Repertoire. Die Otterfinger sind nicht nur überaus musikalisch, sondern offenbar auch sehr demokratisch: Per Wahl konnten alle Musiker abstimmen, welche Stücke sie beim Jubiläumskonzert ihrem Publikum präsentieren wollen. So kam ein buntes Potpourri zusammen.

Mit der James-Bond-Filmmusik oder einem Bill-Ramsey-Medley haben sie abseits der traditionellen Märsche auch moderne Stücke im Repertoire, die beim Jubiläumskonzert im Otterfinger Hof ausnahmslos bejubelt wurden. Besonders unter der musikalischen Leitung von Robert Schüßlbauer sei die Kapelle auch noch einmal musikalisch aufgeblüht, meint Killer. „Die sind so richtig zusammengewachsen.“

Tatjana Kerschbaumer

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