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Gesperrt: Weil die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist, hat die Gemeinde den Spielplatz an der Von-Eichendorff-Straße bereits mit einem Bauzaun dicht gemacht.

Weil die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist

Der Kletterturm muss weg

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Otterfing - Es ist ein kleiner Spielplatz, der in die Jahre gekommen ist. Der TÜV hat die Sicherheit bereits beanstandet, eine Sanierung ist der Gemeinde zu teuer. Deshalb soll ein Teil der Spielgeräte bald verschwinden.

Der kleine Kinderspielplatz in der Von-Eichendorff-Straße wird „abgerüstet“: Weil der Kletterturm mit Rutsche vom TÜV nicht mehr als sicher eingestuft wird, soll das Gerüst laut Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU) ersatzlos verschwinden. „Die Federwippen hingegen dürfen bleiben“, sagt er gegenüber unserer Zeitung. Um jegliches Risiko auszuschließen, bleibt der Spielplatz bis zum Rückbau weiter geschlossen. 

Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung einstimmig beschlossen, für die Reparatur des Klettergerüsts maximal 800 Euro auszugeben. Im Haushalt der Gemeinde sind für die Pflege aller gemeindlichen Spielplätze 1000 Euro veranschlagt. Falls die 800 Euro nicht reichen, einigte sich der Gemeinderat auf ersatzlosen Rückbau. „Eine fachgerechte Reparatur würde sicher 1500 bis 2000 Euro kosten“, erklärte Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU) im Gremium. 

Diese Summen überraschten Andreas Eichhorn (SPD): „Es müsste doch möglich sein, dass Bauhof-Mitarbeiter mit kleinerem Aufwand das Gerüst wieder so herstellen, dass es sicher ist.“ Eine Reparatur sei in diesem Fall so einfach nicht, erklärte Rathaus-Geschäftsleiter Tobias Riesch. „Das Problem ist die Sicherheits-Zertifizierung.“ Spielgeräte auf öffentlichen Spielplätzen müssten höchsten Ansprüchen der Unfallvermeidung genügen, dafür brauche es Fachleute. „Kleine Kinder zum Beispiel laufen auf so Spielplätzen oft mit Radlhelm rum, dafür müssen alle Abstände und Zwischenräume ausgelegt sein.“ Selbst Ersatzteile müssten über eine Zulassung verfügen. 

Thomas Hogger (Grüne) schlug vor, den Bauhof mit der Reparatur zu beauftragen und das Ergebnis vom TÜV abnehmen zu lassen. Ob der Spielplatz überhaupt noch genutzt wird, darüber gingen die Meinungen auseinander. Wie die Verwaltung ermittelte, wohnen im Umkreis von 200 Metern fünf Kinder unter sechs Jahren. „Für viele Kinder ist dieser Spielplatz sowieso zu langweilig“, wusste Florian Rothbauer (CSU). Trotzdem gebe es regelmäßig Besucher, wandte hingegen Eichhorn ein: „Es sind öfter Großeltern mit ihren Enkeln dort.“ 

Bürgermeister Eglseder schlug vor, statt des Gerüsts Sitzbänke aufzustellen und regelmäßig den Rasen mähen zu lassen. Der Spielplatz ist seit Dezember gesperrt, als der TÜV bei der turnusmäßigen Durchsicht aller gemeindlichen Spielplätze die schwerwiegenden Mängel am Kletterturm feststellte. Bei den anderen Spielplätzen waren nur Kleinigkeiten nachzubessern.

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