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Über 400 Meter Oberleitung abgerissen: Die havarierte S-Bahn bei Otterfing am Dienstagabend.

BOB mit großem Umweg und Ausfällen

S-Bahn fährt mit 100 km/h in Oberleitung: Totalsperre dauert an - BOB mit großem Umweg

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Den Pendlern hilft‘s wenig. Doch diesmal kann die BOB wirklich nichts für die Ausfälle Dienstagabend und Mittwoch. Das ist passiert:

Update, 16.30 Uhr: Die S-Bahn München meldet nun, dass die S3 wieder auf dem Regelweg verkehrt. Die BOB ebenfalls, allerdings sei noch mit Folgeverzögerungen und Teilausfällen zu rechnen.

Update, 14.45 Uhr: Laut einer aktuellen Meldung der S-Bahn München werden die Störungen noch bis mindestens 16.30 Uhr andauern. So lange wird die BOB auch die vakanten S-Bahn-Haltestellen Deisenhofen, Sauerlach und Otterfing anfahren. Währenddessen fallen allerdings auch diverse BOB-Verbindungen München-Oberland aus.

Ursprünglicher Artikel, Mittwoch, 9.01 Uhr

Otterfing - Der folgenschwere Unfall geschah am Dienstagabend gegen 20.45 Uhr. Nach Angaben der Bundespolizei ist eine S-Bahn mit 100 km/h in eine herabhängende Oberleitung gefahren. Das ganze geschah kurz vor der Haltestelle Otterfing.

Die S3 war glücklicherweise leer unterwegs. Der Triebwagenführer leitete sofort eine Notbremsung ein. Die Oberleitung wurde freilich trotzdem heruntergerissen und auf einer Strecke von über 400 Metern beschädigt.

Lesen Sie auch: Ausgerechnet in den beiden Wochen vor den Sommerferien sperrt die BOB einen Streckenabschnitt bei Lenggries. Vor allem Pendler müssen sich auf Behinderungen einstellen.

Nachdem die Oberleitung durch den Notfallmanager der Deutschen Bahn und der Feuerwehr vor Ort geerdet wurde, konnte der Zug mit einer Diesellock zum Haltepunkt Otterfing gezogen werden.

Die Beamten konnten vor Ort keine Hinweise auf eine Manipulation an der Bahnstrecke feststellen.

Der Sachschaden soll nach ersten Angaben über 10.000 Euro betragen.

BOB-Pendler müssen über Rosenheim fahren

Nach dem Unfall war die Strecke erst einmal komplett gesperrt. Mehrere abendliche BOB-Verbindungen fielen aus. Doch dann organisierte die Bayerische Oberland eine Umleitung über Rosenheim. Der 0.04-Zug fuhr pünktlich am Hauptbahnhof ab, ohne Halt nach Rosenheim und von da aus zurück nach Holzkirchen. Die Verspätung war freilich enorm. Aber immerhin kamen späte Pendler noch alle daheim im Oberland an.

Am Morgen traf es die Berufspendler ähnlich schwer mit sehr hohen Verspätungen.

BOB fährt wohl wieder über Otterfing

Inzwischen scheint die große Umfahrung über Rosenheim nicht mehr nötig zu sein. Wenn man den Tweets der BOB und dem aktuellen Störungsticker der S-Bahn-München vertrauen darf, fährt die BOB aktuell wieder von München ohne Umleitung ins Oberland. Allerdings immer noch mit Verspätung, da die BOB aktuell die S-Bahn vertritt und die Haltepunkte Deisenhofen, Saulerlach und Otterfing mit bedient.

kmm

Lesen Sie auch zum Thema: Diese Entscheidung soll das BOB-Chaos endgültig beenden - aber noch nicht jetzt

Die BOB-Technik wurde vom Sommer eingeholt. Ein Talent-Zug musste in Holzkirchen evakuiert werden. Der Grund: Überhitzung im Fahrgastraum.

Eine S-Bahn-Fahrerin und einige Leidensgenossen mussten am Donnerstag durch die Hitze-Hölle. Die Bahn entschuldigt sich.

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