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Nächtliche Sabotage 

Plakat-Guerilla nervt Parteien

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Im Otterfinger Wahlkampf sind Guerilleros unterwegs. SPD und CSU klagen über zerstörte Plakate und eine bisher nicht gekannte Aggressivität.

Otterfing – Ist es gezielte Sabotage gegen politische Widersacher oder nur schräge Wahlkampf-Folklore? Zweimal in Folge wurden Plakate der Otterfinger SPD demoliert, zuletzt in der Nacht auf Mittwoch. Die Plakate waren neben der Staatsstraße (Tegernseer Straße) platziert, auf Höhe Holzham. Auch die örtliche CSU klagt darüber, dass ihre Plakate fast schon systematisch verunstaltet werden.

„Eine derart aggressive Form der Beschädigungen an Plakatständern haben wir in den vergangenen Wahlkämpfen nicht erlebt“, sagt Max Ruf, stellvertretender Vorsitzender der Otterfinger SPD. Die Plakate seien mit Kabelbindern befestigt gewesen. „Da hat sich einer richtig Mühe gemacht“, sagt Ruf; er vermutet, dass es sich um gezielte Aktionen handelt. „Wir haben keinerlei Verständnis für diese Form der politischen Auseinandersetzung“, schimpft Ruf, „das ist kein Kavaliersdelikt.“

Auch die CSU müsse regelmäßig nachplakatieren, berichtet Bürgermeister Jakob Eglseder. Reihenweise seien Ständer umgelegt oder Konterfeis der Politiker verunstaltet. „Das kann nicht alles der Wind sein“, sagt Eglseder, „auch uns fällt auf, dass es da neuerdings aggressiver zugeht.“

An der Durchgangsstraße, wo die SPD-Plakate fielen, prangen seit einigen Tagen lediglich AfD-Plakate. Laut Holzkirchner Polizei meldete aber auch die AfD, dass ihre Plakate in Otterfing umgerissen worden seien, im Bereich Pennymarkt und Haidfeldstraße. Anfang September sei dieser Hinweis eingegangen, teilte die Polizei mit.

Dass hier versucht werde, politische Gegner mit unsauberen Mitteln zu bekämpfen, liege nahe, sagte ein Polizeisprecher. Denkbar sei aber auch, dass die Aktionen einer aggressiven Variante allgemeiner Politik-Verdrossenheit zuzuschreiben sind.

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