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Ursache unklar

Bewohner im Schlaf überrascht: Großbrand zerstört Wohnhaus in Otterfing

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Ein Großbrand hat in der Nacht zum heutigen Mittwoch ein Wohnhaus in Otterfing völlig zerstört. Die Bewohner wurden im Schlaf von dem Feuer überrascht. 120 Feuerwehrler waren im Einsatz.

Update 15.34 Uhr:

Ein Mehrfamilienhaus am Sonnenweg ist in der Nacht auf Mittwoch völlig ausgebrannt. Acht Menschen verloren ihr Heim. Sie sind nun vorübergehend bei Angehörigen sowie in einer Otterfinger Pension untergebracht. Der Sachschaden beträgt mindestens 500 000 Euro. 

Selbst am Mittwochvormittag riecht es noch nach Brand im Sonnenweg. Die Kripo Miesbach ist vor Ort, um herauszufinden, wie es zu dem verheerenden Feuer kommen konnte. Ein Mann und eine Frau – sie leben im Nachbarhaus, das mit der Brandruine verbunden ist – dürfen kurz in ihre Wohnung, um ein paar Habseligkeiten zu holen. „Wir müssen jetzt schauen, wo wir unterkommen“, sagt die Frau. Auch ihr Heim ist derzeit unbewohnbar, auch wenn es von außen nur mäßig beschädigt wirkt. Im Gegensatz zu dem niedergebrannten Haus selbst: Die Scheiben sind zerborsten, vom Wintergarten ist nur noch ein verkohltes Gerippe übrig. 

Feuer bricht gegen zwei Uhr in Wohnhaus aus: Bewohner retten sich in Schlafanzug

Wie die Polizei mitteilte, ist das Feuer gegen zwei Uhr ausgebrochen. Im Pyjama retteten sich die Bewohner des Hauses ins Freie. Unter ihnen waren die 77 Jahre alten Eigentümer, die bei Angehörigen in Wall untergekommen sind. Außerdem ein junges Paar im Alter von 30 und 32 Jahren und vier weitere Menschen im Alter von 27 bis 64 Jahren, darunter zwei Asylbewerber. Eines der Opfer kam zur Behandlung ins Krankenhaus Agatharied. Es erlitt einen Schock und eine Rauchgasvergiftung, Es konnte jedoch schon am Mittwochvormittag wieder entlassen werden. 

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) kümmerte sich um die obdachlos Gewordenen, brachte sie zunächst beim BRK Holzkirchen unter. Ehrenamtliche der BRK-Schnell-Einsatz-Gruppe suchten dann nach einer vorübergehenden Bleibe. „Vorausschauend auf solche Situationen pflegen wir Kontakte zu Immobilienbesitzern, Pensionen und auch Lebensmittelgeschäften“, erklärt Simon Horst vom BRK. Derzeit halten sich die Brandopfer in einer Otterfinger Pension auf. Eine Dauerlösung ist das freilich nicht. Die Gemeinde Otterfing unterstützt sie deshalb bei der Suche nach neuen Wohnungen. Ob das Brandhaus saniert werden kann, ist fraglich. 

Bewohner nach Brand in Otterfing mit Kleidung versorgt

Weil seine Bewohner nichts als das Schlafgewand am Leib hatten, staffierte das BRK sie aus dem Fundus seines Kleiderladens aus. „Sie waren alle betreuungsbedürftig“, sagt Simon Horst vom BRK. „Es ist eine schwierige Situation für Betroffene. Man verliert von einer Sekunde auf die andere sein Eigentum und die Erinnerungen, die damit verbunden sind. Hinzukommen Angst und Zweifel, wie es nun weitergeht.“ Das BRK hatte sieben Rettungswagen, einen Krankenwagen und zwei Notärzte im Einsatz. 

Die freiwilligen Feuerwehren aus Holzkirchen, Arget, Otterfing und Föching waren mit 120 Mann vor Ort. „Als wir hinkamen, stand schon alles in Flammen“, erzählt Kreisbrandrat Anton Riblinger. Zwar hatte die Truppe unter Einsatzleiter Franz Huber aus Otterfing den Brand schnell unter Kontrolle – eine Herausforderung war allerdings das Feuer unterm Dach. Es hatte sich über die Fassade und den Wintergarten seinen Weg gebahnt. „Wir wollten von innen löschen, aber da war so eine Hitze drin, dass es einen Flashover gegeben hat“, sagt Riblinger. Ein Flashover ist der schlagartige Übergang eines Feuers in die Vollbrandphase – „eine Feuerwalze“, erklärt Riblinger. Die Feuerwehr bezwang die Flammen schließlich von der Drehleiter aus. 

Noch unklar ist die Brandursache. Brandstiftung schließt die Polizei aber aus. Erst vergangenen Donnerstag hatte es auf einem Hof im Warngauer Ortsteil Rauscher gebrannt.

Erstmeldung 10.10 Uhr:

Das berichtet die Polizei in einer Erstmeldung über den Großbrand:

Am Mittwoch gegen 2 Uhr fing ein Mehrfamilienhaus in Otterfing Feuer. Das Haus brannte vollständig nieder.

Die Hausbesitzer im Alter von 77 Jahren und die sechs weiteren Bewohner im Alter von 27 bis 64 Jahren wurden in Ferienwohnungen untergebracht. Eine Person wurde mit einem Schock und mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus Agatharied gebracht.

Brand zerstört Wohnhaus in Otterfing: Großeinsatz der Rettungskräfte

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Holzkirchen, Arget, Otterfing und Föching waren mit 120 Feuerwehrmännern vor Ort.

Zu der Brandursache kann bislang noch keine Aussage getroffen werden. Der Schaden wird bislang auf mindestens 500 000 Euro geschätzt. 

Wie das BRK mitteilt, war beim Alarm zunächst unklar, ob sich Personen in unmittelbarer Gefahr befanden. Das BRK war mit sieben Rettungswagen, einem Krankenwagen und zwei Notärzten im Einsatz, um die primäre Versorgung der Betroffenen zu übernehmen und die Einsatzkräfte der Feuerwehr abzusichern. Im weiteren Verlauf wurde auch eine Schnell-Einsatz-Gruppe Betreuung alarmiert. Ehrenamtliche aus Holzkirchen übernahmen die weitere Betreuung der betroffenen Bewohner, die das Haus verlassen mussten. Begleitet wurden diese durch das BRK, bis alle Betroffenen erfolgreich übergangsweise untergebracht werden konnten. 

Großeinsatz der Rettungskräfte in Otterfing dauerte mehrere Stunden

Durch den Kleiderladen des BRK in Holzkirchen werde den Bewohnern kostenlos Kleidung zur Verfügung gestellt. Dank dem Einsatz von haupt- und ehrenamtlichen Kräften aus dem Sanitäts-, Betreuungs- und Rettungsdienst, sowie den vielen weiteren sozialen Dienstleistungen des BRK, hat auch in diesem Einsatz das komplexe Hilfeleistungssystem reibungslos funktioniert. Der Einsatz konnte für das BRK um 05.30 Uhr beendet werden. Bis in die frühen Morgenstunden waren die Einsatzkräfte noch mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Das BRK konnte den Einsatz um 5.30 Uhr beenden. Die Feuerwehr war da noch mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

ag

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