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Baustelle Breitband-Ausbau: Nördlich des Rathauses, auf dem Leitner-Grundstück, lagert die Telekom die neuen Kabel. Noch in diesem Jahr soll der Ausbau fertig sein.

Ausbau stockt

Breitband-Masterplan wird vorbereitet

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Noch ist Geduld gefragt: Spätestens Mitte Dezember sollen 700 Haushalte in Otterfing Internet-Anschlüsse mit bis zu 50 Mbit/s buchen können. Und schon bereitet die Gemeinde den nächsten Ausbauschritt vor.

Otterfing – Verbindliche Aussagen gibt es nicht, immerhin aber eine starke Hoffnung: Ab Mitte Dezember dürfen sich 700 Haushalte in der Gemeinde Otterfing auf einen deutlich schnelleren Internet-Anschluss freuen. Nach einer Besprechung mit der Telekom errechnete Bürgermeister Jakob Eglseder zwar den 24. November als Starttermin. „Aber Mitte Dezember scheint mir wahrscheinlicher“, sagte er.

Während die aktuelle Ausbaustufe also noch läuft, wird die nächste schon vorbereitet: Einen Breitband-Masterplan kündigte der Rathauschef jetzt im Gemeinderat an. Dazu gehört eine zentrale Breitband-Verteilerstation im Ortszentrum. „In etwa so groß wie ein Trafohäuschen“, erklärte Eglseder. Der Fachmann spricht von einem „Point-of-Presence“-Knoten (PoP).

Mögliche Standorte sind eine Fläche am Kirchenparkplatz, am St.-Georgs-Platz, neben dem Sparkassengebäude oder am Leitner-Grundstück südlich des Rathauses. Auf diesen Knoten soll auch die Gemeinde Zugriff haben. Vorteil: Das Rathaus weiß dann genau, wo welche Leitungen laufen.

Als Teil des neuen Förderpakets will die Gemeinde nachträglich Fördergelder abgreifen für die Breitband-Leerrohre, die sie in den vergangenen Jahren vorsorglich vergraben ließ, wenn eine Straße offen war. Sollte ein Anbieter diese Rohre nutzen, wird die Gemeinde Miete verlangen. „Kostenlos gibt’s das nicht“, sagte Eglseder.

Genau das hätte sich Kabel Deutschland gewünscht, um ein Neubaugebiet am Bitzenweg mit schnellem Internet zu versorgen. Seit Jahren, so Eglseder, warten die Anwohner dort auf schnelles Netz. „Wir haben sowohl Kabel Deutschland als auch die Telekom rechtzeitig informiert“, betont der Bürgermeister.

Solche weißen Flecken einer Internet-Unterversorgung, die es überall im Ort noch gibt, sollen mit der nächsten Ausbaustufe endgültig verschwinden. Als Standard gelten 30 Mbit/s, der derzeitige Ausbau zielt auf 50 Mbit/s.

Den flächendeckenden Sprung auf die Gigabyte-Ebene hält der Bürgermeister für verfrüht. „Wer solche Bandbreiten will, müsste dafür sehr viel Geld bezahlen.“ Die Firmen speziell im Gewerbegebiet wären schon froh, seufzt Eglseder, wenn sie endlich die versprochenen 200 Mbit/s bekommen. „Dass die Telekom so lange braucht, das macht unseren Gewerbebetrieben gerade richtig Spaß“, merkte er ironisch an.

Es ist kein Geheimnis mehr, dass dem Branchenführer Telekom angesichts der vielen Breitband-Projekte im Land das Fachpersonal fehlt, um alle Aufträge zügig umzusetzen. Die Gemeinde Otterfing hat den aktuellen Auftrag mit einem Volumen von rund 200 000 Euro – zwei Drittel decken Fördergelder ab – im September 2016 an die Telekom vergeben. Der Branchenprimus selbst sieht sich nicht unter Druck und verweist darauf, die Fertigstellung bis Ende 2017 zugesagt zu haben – nicht früher (wir berichteten).

Erst wenn die neuen Leitungen freigeschaltet sind, können die höheren Bandbreiten gebucht werden. Eine Art Reservierung ist nicht möglich, sagt Eglseder. In der Regel bewirbt das Unternehmen den Start der Buchbarkeit der 50 Mbit/s mit Marketing-Kampagnen im jeweiligen Ort.

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