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Wer sitzt künftig am Schreibtisch des Otterfinger Bürgermeisters? Bei der Stichwahl am 29. März zeichnet sich ein enges Rennen ab.  

Vor der Abstimmung am 29. März

Bürgermeister-Stichwahl: Nur ein Kandidat bekommt Schützenhilfe

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Michael Falkenhahn (SPD) oder Robert Schüßlbauer (CSU)? Auf Augenhöhe gehen die beiden Otterfinger Bürgermeisterkandidaten in die Stichwahl am 29. März. Mit Wahlempfehlungen halten sich andere Parteien zurück – mit einer Ausnahme.

Otterfing – Ein Kopf-an-Kopf-Rennen zeichnet sich bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt am 29. März in Otterfing ab. Michael Falkenhahn (SPD) lag im ersten Wahlgang nur 26 Stimmen vor Robert Schüßlbauer (CSU). 

In dieses offene Rennen will sich der am 15. März ausgeschiedene Bürgermeisterkandidat Josef Killer (FWG) nicht einmischen. „Wir werden keine Wahlempfehlung aussprechen“, sagt Killer auf Anfrage. Der 65-Jährige hatte nur 15 Prozent (394 Stimmen) erreicht, deutlich weniger als die beiden Mitbewerber, die auf 43 und 42 Prozent kamen.

Grüne geben klare Empfehlung ab

Weniger zurückhaltend wollen die Grünen den Ausgang der Stichwahl abwarten. Co-Ortsvorsitzende Alexandra Gilde teilte auf Anfrage mit, dass der Grünen-Ortsverband seinen Wählern empfehle, den SPD-Kandidaten Falkenhahn zu wählen. Dies sei das Ergebnis einer Mitgliederbefragung. Man werde diese Empfehlung auch plakatieren. „Wir wollen die Politikwende in Otterfing unterstützen“, sagt Gilde, „ein Neuanfang nach 18 Jahren CSU-Bürgermeister kann nicht schaden.“

Neutral bleiben dagegen die Freien Wähler Otterfing (FWO). Sprecherin Ulrike Stockmeier, die bisher als Zweite Bürgermeisterin fungierte und es – mit einem vergleichbar dürftigen Ergebnis (819 Stimmen) – wieder ins Gremium schaffte, ließ nach Rücksprache mit anderen FWO-Verantwortlichen wissen, dass es keine Empfehlung pro oder contra geben werde. „Wir sind frei und unabhängig – und das sollen unsere Wähler auch sein.“

Da der Bürgermeister auch stimmberechtigtes Mitglied des Gemeinderats ist, entscheidet die Stichwahl nicht zuletzt über mögliche Mehrheiten im Gremium, die gerade bei umstrittenen Großprojekten (Sportstätten) entscheidend sein könnten. Die Frage also ist: Bekommt die CSU oder die SPD eine zusätzliche Stimme im Gremium? Nachrücker wären zwei bereits amtierenden Gemeinderäte, entweder Ferdinand Höchstetter (CSU) oder Max Ruf (SPD).

Spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zeichnet sich ab

Wie spannend es bei der Stichwahl werden kann, zeigt ein Blick auf die Einzelergebnisse der Stimmbezirke. Weder Falkenhahn noch Schüßlbauer gelang es, einen Bezirk mit über 50 Prozent zu gewinnen. Schüßlbauer holte seine besten Ergebnisse im Süden (48,67 Prozent im Wahllokal Aula), für Falkenhahn entschieden sich viele Wähler im Nord-Osten (48,56 Prozent im Wahllokal Feuerwehrhaus) und Nordwesten (45,04 Prozent im Wahllokal Otterfinger Hof). Bei den Briefwählern lagen beide fast gleichauf (0,16 Prozent Vorsprung für Falkenhahn).

Der Bürgermeister-Entscheid erfolgt diesmal, in Zeiten der Corona-Krise, ausschließlich über Briefwahl. „Jeder Wähler bekommt seine Unterlagen automatisch zugeschickt“, sagt Wahlleiter Markus Stark. Neben der Bürgermeisterwahl wird in gleicher Post der Wahlzettel zur Landrats-Stichwahl zugestellt. Stark geht davon aus, dass die Unterlagen am Samstag (21. März), spätestens am Montag in den Briefkästen liegen.

Wie der erste Wahlgang zur Otterfinger Bürgermeisterwahl ausging, dazu bekommen sei hier alle Informationen.

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