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Der Otterfinger Hof stand mal wieder im Zentrum der Debatte. 

Finanzplan bis 2023

Otterfing macht 15 Millionen Euro neue Schulden

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Otterfing macht 15 Millionen Euro neue Schulden. So sagt es der Finanzplan der Gemeinde bis 2023 voraus. Das führte zu Diskussionen.

Otterfing – Während der solide Haushalt 2020 vom Gemeinderat am Dienstag ohne Gegenstimme abgenickt wurde, brachte der Finanzplan, der bis ins Jahr 2023 reicht, die Gemüter in Wallung. „Wir lassen den neuen Gemeinderat sehenden Auges ins Desaster laufen“, warnte Max Ruf (SPD).

Grund seiner Sorge: Kämmerer Stefan Gehentges hatte ausgerechnet, dass alle im Finanzplan hinterlegten Projekte neue Schulden in Höhe von über 15 Millionen Euro aufwerfen würden. Ruf hält das für „Wahnsinn“ und plädierte dafür, nur die Millionen für die neue Sporthalle zu belassen, aber die rund sieben Millionen Euro zu streichen, die für kommunalen Wohnungsbau und die Ertüchtigung des Otterfinger Hofs angedacht sind: „Wir wissen doch jetzt schon, dass das unfinanzierbar ist.“

Alles in wenigen Jahren zu bekommen, das werde nicht funktionieren, ergänzte Michael Falkenhahn (SPD). Jahrelang sei dem Gemeinderat erzählt worden, der Otterfinger Hof sei nicht mehr zu sanieren. Und jetzt seien für das Jahr 2023 drei Millionen Euro dafür eingestellt. Alle vier SPD-Räte stimmten gegen den Finanzplan.

Podiumsdiskussion in Otterfing: Erfrischende Unterschiede.

Eglseder: Situation von Blendern verursacht

Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU) reagierte gelassen. „Schön, dass ihr es jetzt kapiert. Ja, die Finanzierung von all dem würde mir auch Sorgen machen.“ Sein Vorschlag, das Sport- und Veranstaltungszentrum an die Kreuzstraße zu verlegen und die Kosten dafür aus der Wohnbau-Vermarktung des Altstandorts zu finanzieren, sei nicht gehört worden: „Die Situation jetzt haben einige Blender verursacht.“

Nach fünf Jahren Pause: Faschingszug zieht wieder durch Otterfing.

Robert Schüßlbauer (CSU) betonte, dass die Gemeinde einen Veranstaltungssaal für Vereine brauche. „Ich will nicht, dass der Otterfinger Hof abgerissen wird. Falls doch, brauchen wir anderswo eine Mehrzweckhalle und eine Gastro.“ Ulrike Stockmeier (FWO) mahnte zur Gelassenheit: „Finanzpläne sind nicht verbindlich.“ 

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