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Die Baustelle macht Fortschritte: Bürgermeister Jakob Eglseder (r.) und Planer Attila Kárpáty sind guten Mutes, dass der dann gepflasterte Schulhof Mitte Juli fertig wird. Im Hintergrund die neue Pausenhalle.

Tischtennisplatte, Pausenhalle

Otterfing: Pausenhof wird umgebaut - Das sind die Pläne

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Der Otterfinger Pausenhof wird neu gestaltet. Pflaster ersetzt Kies, die Entwässerung wird verbessert, eine Unterstell-Halle wurde gebaut. Anfang August soll alles fertig sein.

Otterfing – Es ist die größte Investition, die das Rathaus heuer zu stemmen hat: Knapp 400 000 Euro steckt die Gemeinde in den Ausbau des Pausenhofs im Ortskern. „Ausschlaggebend war, dass sich die Schule das gewünscht hat“, betonte Bürgermeister Jakob Eglseder bei einem Ortstermin auf der Baustelle.

Bei schlechtem Wetter, so der Rathauschef, hätten die Schüler regelmäßig viel Schmutz vom unbefestigten Pausenhof in die Schule getragen. Das ebene Pflaster soll zudem die Unfallgefahr verringern. „Wichtig war der Schule, dass der Platz frei bleibt, ohne Pflanzkübel oder Sitzgruppen, damit die Kinder ungehindert Auslauf haben“, erklärt Eglseder. Vormittags können die Grundschüler ihren Bewegungsdrang ausleben, nachmittags tummeln sich die Kinder der beiden im Schulgebäude untergebrachten Mittagsbetreuungen Rappelkiste und Schwalbennest auf dem Hof.

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Otterfing: So wird der 

Dass die neue Pflasterfläche (1150 Quadratmeter) nicht möbliert wird, hängt laut Planer Attila Kárpáty auch an der Mehrzwecknutzung der Schulaula. Wenn dort abends Konzerte oder andere Veranstaltungen stattfinden, können Besucher den Hof beparken. „22 Stellplätze müssen wir nachweisen“, sagt Kárpáty. Markiert werden die Plätze nicht, nur die Abflussrinnen strukturieren die Parkflächen.

Insgesamt 115 Meter dieser Rinnen sowie zwei zusätzliche Sickeranlagen (mit Absatzschächten) sorgen dafür, dass Regen- und Schmelzwasser schadlos im Untergrund verschwindet. Ein wichtiger Teil des Projekts, leidet doch die benachbarte Schulturnhalle unter eindringendem Oberflächenwasser.

Mitte Juli, so hofft der Bürgermeister, soll der Pflasterplatz nutzbar sein. Die Einweihung ist am Freitag, 2. August, geplant, wenn das traditionelle Dorffest startet, das heuer durch das integrierte Bezirksmusikfest noch mehr Publikum anlocken dürfte. „Das Aufstellen der Zelte geht auf dem Pflaster leichter“, sagt Eglseder. Besucher müssen auf der ebenen Fläche weniger Stolperfallen fürchten. Vier feste Stromquellen wurden integriert, das Bayernwerk verlegte einen eigenen Anschluss.

Ganz neu gebaut wurde eine Pausenhalle im Süden, die 85 Quadratmeter überspannt. In einem Kammerl finden Spielgeräte Platz. Daneben wird die Tischtennisplatte aufgestellt, die bisher in der Radlhalle steht. „Darauf wird fleißig gespielt“, freut sich Eglseder. In der Radlhalle ist es zuletzt eng geworden, weil wieder mehr Schüler mit Radl oder Roller kommen – und nicht mehr mit Taxi Mama. „Eine erfreuliche Entwicklung“, findet Eglseder.

Ebenfalls zum Schulhof: Pflastern oder begrünen – oder beides?

Otterfinger 

Die Feuerwehrzufahrt, die neben dem Unterstand zum Schulanbau führt, wird nicht gepflastert, sondern asphaltiert. „Der Kiesweg dort hat sich nicht bewährt“, berichtet Eglseder, „die Steinchen haben die Tartanbahn beschädigt und Abflüsse verstopft.“

Die Arbeiten liegen im Zeitplan, auch wenn jüngst der Nachschub an Pflastersteinen stockte. Man entschied sich für graue Betonsteine, für Farbtupfer sorgt nur ein Schachbrett. „Durchgängig farbige Steine wären 6000 Euro teurer gewesen“, sagt Kárpáty. Verwundert war der Bürgermeister, dass für die Zimmererarbeiten – immerhin ein Posten von rund 30 000 Euro – nur eine Firma aus Antdorf ein Angebot abgab, „obwohl wir acht Firmen direkt angefragt haben“.

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