Ausbau der Wasserversorgung: Südlich der bestehenden zwei Brunnen bei Palnkam wird 2021 eine weitere Förderbohrung niedergebracht.
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Ausbau der Wasserversorgung: Südlich der bestehenden zwei Brunnen bei Palnkam wird 2021 eine weitere Förderbohrung niedergebracht.

Dritter Brunnen für Trinkwasserversorgung

Probebohrung stößt in 96 Metern Tiefe auf Grundwasser

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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112 Meter soll es in die Tiefe gehen: Heuer wird westlich von Palnkam ein neuer Brunnen für die Otterfinger Trinkwasserversorgung gebohrt. „Die Versuchsbohrung brachte vielversprechende Ergebnisse“, berichtete Rathaus-Geschäftsleiter Markus Stark jetzt im Gemeinderat.

Otterfing - Der dann dritte Brunnen der Otterfinger Trinkwasserversorgung befindet sich 800 Meter südlich der bestehenden Trinkwasser-Schächte. Die Kosten werden auf rund 250 000 Euro geschätzt.

Wie das von der Gemeinde beauftragte Ingenieurbüro in seinem Abschlussbericht erläuterte, fand die Versuchsbohrung im August und September statt. Bis in eine Tiefe von 107 Metern wurde die Bohrung ausgebaut, ab einer Tiefe von 96 Metern wird Grundwasser erschlossen.

Der Bohrdurchmesser liegt bei 80 Zentimeter

Ein dreitägiger Pumpversuch zeigte, dass das Gestein sehr durchlässig ist. Für den geplanten Brunnen ergibt sich daraus eine maximal förderbare Wassermenge von 76 Litern pro Sekunde. Auch die Wasserqualität erfüllte die Erwartungen. Die chemische Analyse einer Grundwasserprobe lasse auf „insgesamt günstige hydraulische, chemische und geologische Bedingungen“ schließen, heißt es im Abschlussbericht der Versuchsbohrung.

Der Bau des neuen Brunnens, der die Trinkwasserversorgung der Gemeinde mittelfristig absichern soll, könne deswegen aus fachlicher Sicht empfohlen werden. Der Bohrdurchmesser soll 80 Zentimeter betragen. „Die Gemeinde wird im Januar weitere Schritte mit dem Ingenieurbüro abstimmen“, kündigte Stark in der Sitzung an.

Im Vorgriff auf den neuen Brunnen erneuerte die Gemeinde die zentrale Pumpensteuerung der Wassergewinnung. Rund 30 000 Euro wurde in die Technik investiert. „Die alte Steuerung war in die Jahre gekommen“, sagte Bürgermeister Michael Falkenhahn. Seit Mitte Dezember läuft das System.

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