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Frist bis 2020: Weitere drei Jahre bekamen die Kiesgrubenbetreiber Fasching (Bild) und Walter zugestanden, um den Abbau auf den alten Flächen zu beenden, die Gruben zu verfüllen und zu renaturieren. 

Otterfing setzt Fristen 

Gemeinde gegen Kiesgruben: Jetzt gibt‘s eine letzte Verlängerung

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Otterfing will den Kiesabbau begrenzen. Ein Unternehmen setzt sich dagegen massiv zur Wehr. Wo anders verlängert der Gemeinderat die Abbaufrist für zwei kleine Grubenbetreiber bis 2020.

Otterfing In Sachen Kies hat sich die Gemeinde strenge Konsequenz verordnet. Mit den beiden kleineren Grubenbesitzern Fasching und Walter hatte man sich jahrelang abgefunden. „Sie vermarkten nur in der Umgebung für den regionalen Bedarf“, betont Bürgermeister Jakob Eglseder. Anders als die Rohrdorfer GmbH, die seit vier Jahren ebenfalls in der Gemeinde gräbt und den lukrativen Bodenschatz in großem Stil abbaut.

Doch auch die beiden Kleinen müssen zusehen, ihre Genehmigungen einzuholen. So waren für ihre Gruben am Markweg und an der Hienlohestaße Nutzungsfristen abgelaufen. Konkret geht es am Markweg um abschließende Wiederverfüll- und Rekultivierungsmaßnahmen sowie an der Hienlohestraße um die Abbaugenehmigung selber und ebenfalls um Wiederverfüllung und Begrünung.

Der Gemeinderat kam den beiden Betreibern entgegen und verlängerte jeweils einstimmig die Fristen um weitere drei Jahre bis 2020. „Dann aber muss dort Schluss sein“, betonte Bauamtsleiter Heinz Hirz, „eine weitere Verlängerung kann es nicht geben.“ Jeder Betreiber habe Anspruch auf eine „maßvolle und angemessene Verlängerung“ seiner Abbaufristen. „Die Gemeinde betreibt keine Verhinderungsplanung“, stellte Hirz klar und spielte damit auf ebendiesen Vorwurf an, den die Rohrdorfer GmbH immer wieder gegen das Rathaus erhebt. Gerade um nicht den Eindruck zu erwecken, bei den beiden ortsansässigen Betreibern ein Auge zuzudrücken, pochte Hirz darauf, dass 2020 die besagten Altgruben rekultiviert sein müssen. „Sonst unterläuft die Gemeinde ihre eigenen Vorgaben der künftigen Konzentrationszone.“

Denn diese „Konzentrationszone“, formal ein Teilflächennutzungsplan, ist das Schwert, das die Gemeinde gerade schmiedet. In einem aufwändigen Verfahren werden 32 Hektar definiert, ein zusammenhängendes Gebiet zwischen den Gruben Rohrdorfer und Fasching. Die Größe ist nicht zufällig gewählt: 32 Hektar sind etwa zehn Prozent der Gemeindefläche, die grundsätzlich für Kiesabbau geeignet sind. Würde das Rathaus eine kleinere Zone definieren, wäre diese als „Verhinderungsplanung“ juristisch angreifbar.

Ist die Konzentrationszone ausgewiesen, darf nur noch innerhalb ihrer Grenzen abgebaut werden – unabhängig davon, ob die Besitzer ihre Grundstücke für Kiesabbau tatsächlich freigeben. Bestehende Gruben, für die Genehmigungen vorliegen, sind nicht Bestandteil der Zone.

Zuletzt kaute der Gemeinderat bereits zum zweiten Mal Einwände gegen die Konzentrationszone durch. So kritisierten einige Otterfinger Waldbesitzer erneut, dass kieshaltige Forstgrundstücke ausgespart wurden. „Es handelt sich hier um Funktionswälder, die aus unserer Sicht nicht angetastet werden dürfen, so lange noch Offenlandbereiche zur Verfügung stehen“, argumentiert Hirz.

Massiv bekämpft wird die Planung von der Firma Rohrdorfer, die sich unzulässig beschränkt sieht und darauf verweist, dass im Regionalplan die „Vorbehaltsgebiete Kies“ weit großzügiger bemessen sind als die „Konzentrationszonen“. Die Gemeinde jedoch geht unbeirrt ihren Weg, trotz der vorgebrachten Einwände. Jetzt steht eine dritte Auslegungsrunde an. Mit neuen Argumenten ist kaum zu rechnen.

avh

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