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Otterfing: Straßenbauprojekt zwischen Bergham und Wettlkam nimmt Fahrt auf

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Von: Andreas Höger

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Weitgehend unter Feldwegen verläuft die Trasse der neuen Wasserleitung Bergham-Wettlkam (unser Bild). Die Rohre sind mittlerweile eingegraben. Es fehlen noch die Teilstücke unmittelbar vor den beiden Orten, die per Spülbohrverfahren im Straßengrund versenkt werden.
Weitgehend unter Feldwegen verläuft die Trasse der neuen Wasserleitung Bergham-Wettlkam (unser Bild). Die Rohre sind mittlerweile eingegraben. Es fehlen noch die Teilstücke unmittelbar vor den beiden Orten, die per Spülbohrverfahren im Straßengrund versenkt werden. © Thomas Plettenberg

Uralte Rohre und eine zerbröckelnde Straße: Zwischen Bergham und Wettlkam schleppte die Gemeinde Otterfing jahrelang zwei große Baustellen mit. Immer wieder liefen sich Grundstücksverhandlungen fest. Jetzt löste sich der Knoten. Heuer noch soll die neue Wasserleitung fertig sein. Und nächstes Jahr ist endlich die Straße dran.

Otterfing – Die neue Wasserleitung von Bergham nach Otterfing ist in weiten Teilen fertig. Bald soll Wettlkam so gut und sicher versorgt sein wie die anderen Ortsteile auch. Vergraben sind die neuen Rohre hauptsächlich auf Feldwegen, die Gemeindestraße musste nicht aufgerissen werden. Überhaupt wird Flickschusterei auf der ramponierten Fahrbahn nicht mehr nötig sein, denn nächstes Jahr wird sie erlöst: Die Gemeinde will endlich eine neue Straße bauen. Bauamtsleiter Hubert Zellner rechnet mit Kosten in Höhe von rund einer Million Euro. Unklar ist noch, wie hoch der staatliche Zuschuss ausfällt.

Kosten: Etwa Eine Million Euro

„Unser Ziel ist, die Straße jetzt möglichst flott zu bauen“, sagt Bürgermeister Michael Falkenhahn (SPD) auf Anfrage. Nach jahrelangen Verhandlungen sei es gelungen, mit den angrenzenden Grundstücksbesitzern eine „vernünftige Lösung“ zu finden. Der jetzt zur Verfügung stehende Geländestreifen reicht demnach, um die neue Trasse auf eine Fahrbahnbreite von 4,75 Meter auszubauen (mit Banketten 5,50 Meter). Geplant sind zwei Ausweichstellen, um auf der 1,66 Kilometer langen Passage zwischen Bergham und Wettlkam den Begegnungsverkehr zu erleichtern.

Um die Arbeiten für nächstes Jahr ausschreiben zu können, fehlt aber noch der Förderbescheid des Freistaats. Laut Zellner bestehe grundsätzlich Aussicht auf Zuschüsse. Fraglich sei aber, wie hoch die Zuwendung angesichts der geplanten Fahrbahnbreite und des angedachten Verfahrens des „Fräsrecycling-Verfahrens“ ausfalle; bei diesem Verfahren wird der abgefräste Altasphalt mit Bindemitteln versetzt und als Tragschicht der neuen Trasse gleich wieder eingebaut. Die neue Straße kommt damit etwas höher heraus als zuvor, bei den Baukosten aber lassen sich Entsorgungskosten sparen. „Wir warten auf den Förderbescheid, dann entscheidet der Gemeinderat, ob 2022 gebaut wird“, kündigt Falkenhahn an.

Otterfing hofft auf Zuschüsse vom Freistaat

Die Erneuerung der Wasserleitung wurde heuer schon vorgezogen. „Das hatte oberste Priorität“, sagt Falkenhahn. Bisher trinkt Wettlkam noch aus Guss-Rohren, die 1903 verlegt worden waren. Eine sichere Versorgung aller Abnehmer in Wettlkam erwies sich als immer schwieriger. Inklusive der Vorarbeiten im Berghamer Netz investiert die Gemeinde rund 850 000 Euro in die Leitung nach Wettlkam. Klassisch eingegraben wurden die Rohre auf den Feldweg-Passagen. „Damit sind wird fast durch“, sagt Zellner. Es fehlen noch die Teilstücke unmittelbar vor Bergham und vor Wettlkam, wo die Leitung in den Straßengrund muss; hier setzt die Gemeinde auf das Spülbohrverfahren: im Untergrund arbeitet sich ein Bohrkopf zwischen zwei Gruben vor und zieht das Rohr nach. Teures Aufgraben erübrigt sich. Während der Arbeiten, die laut Zellner Anfang Dezember geplant sind, muss die Straße wohl gesperrt werden: „Wir hoffen, dass die Witterung mitspielt und wir heuer noch alles fertig bekommen.“

Ehe die neue Leitung geöffnet wird, müssen sich die Wettlkamer auf den neuen Wasserdruck einstellen. „Bevor wir aufdrehen, müssen die Wettlkamer gerüstet sein“, sagt Falkenhahn. Alle Haushalte werden angeschrieben, um gegebenenfalls Druckminderer am Hausanschluss einbauen zu lassen. Zellner empfiehlt, dafür Termine mit Wasserwart Konrad Eder zu vereinbaren. Vorsorglich wurde an der Schnittstelle in Bergham bereits ein zentraler Druckminderer eingebaut.

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