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Rumpeliges Flickwerk: Die Gemeindestraße von Bergham nach Wettlkam wartet seit einer Generation auf eine nachhaltige Sanierung. 

Straßensanierung kommt nicht vorwärts

Grundstücksbesitzer blockiert: Stillstand in Richtung Wettlkam

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Seit 30 Jahren schiebt die Gemeinde Otterfing die Sanierung der Straße nach Wettlkam vor sich her. Auch die Wasserleitung muss dringend erneuert werden. Nach wie vor jedoch stellt sich ein Grundstücksbesitzer quer.  

Otterfing – Die Straße ist ein Relikt aus der Nachkriegszeit, die Wasserleitung fast schon ein Fall für den Denkmalschutz: Seit einer gefühlten Ewigkeit versucht die Gemeinde Otterfing, die Infrastruktur zwischen Bergham und Wettlkam auf Vordermann zu bringen.

„Wann passiert da endlich was“, fragte Fritz Schachtner jetzt in der Bürgerversammlung nach. Rathauschef Jakob Eglseder (CSU) zuckte mit den Schultern. Nach wie vor sei ein Landwirt nicht zu überzeugen, der Gemeinde ein für den Ausbau wichtiges Grundstück zu verkaufen. „Die Verhandlungen stocken.“

Seit 30 Jahren, so betonte Eglseder, bemühe sich die Gemeinde um eine moderne Trasse nach Wettlkam. Der große Wurf gelang nie, zuletzt wurden vor zwei Jahren die gröbsten Schäden provisorisch geflickt. „Die jetzige Trasse ist grundsätzlich zu schmal und außerdem nicht frostsicher“, sagt Eglseder. 

Seitens der Verwaltung strebt man einen Ausbau auf fünf Meter an, was der Freistaat mit großzügigem Zuschuss (40 Prozent) unterstützen würde. Im Gemeinderat gibt es aber auch Stimmen, die eine Breite von drei Metern (mit Ausweichbuchten) für ausreichend halten.

Fast schon museumsreif präsentiert sich die bestehende Wasserleitung, wie Eglseder einräumt; sie ist unglaubliche 115 Jahre alt, dünne Gussrohre wurden seinerzeit quer durch die Felder gelegt. „Wettlkam braucht dringend eine moderne, deutlich leistungsstärkere Wasserversorgung“, sagt Eglseder. Die neue, größer dimensionierte Leitung soll aus den Feldern herausverlegt werden und künftig direkt neben einer neuen Straße verlaufen.

Die Gesamtkosten für Straße (1,66 Kilometer) und Wasserleitung schätzt der Bürgermeister auf mindestens 1,2 Millionen Euro, „mittlerweile eher mehr“.

Die Kosten sind aber (noch) nicht das Problem. Entscheidend ist, dass ein Grundstücksbesitzer nicht mitspielt. Eglseder spricht von „Blockadehaltung“. Beide Parteien haben mittlerweile Anwälte eingeschaltet. „Wir dachten eigentlich, dass wir uns endlich einig werden können“, sagt Eglseder; zu seiner Verwunderung seien aber zuletzt wieder Forderungen aufgetaucht. „Wir haben wieder Stillstand.“

Der Gemeinderat wird sich laut Bürgermeister demnächst mit der Sachlage auseinandersetzen und nach Lösungen suchen.

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