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Die Mantrailer-Teams der Rettungshundestaffel lieferten bei ihrem Einsatz in Otterfing Hinweise auf den Wohnort des möglichen Täters.

Mutmaßlicher Hundehasser aufgespürt

Giftköderfall: Polizei hat Verdächtigen - ob der auch angeklagt wird, ist fraglich

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Spürhunde nahmen Witterung auf, DNA-Spuren wurden gesucht, die Giftköder analysiert: Auf der Suche nach dem Hundehasser von Otterfing ist die Polizei fündig geworden, aber ...

Otterfing – Für Hundebesitzer in Otterfing und Umgebung ist die Welt seit Mitte Januar eine andere geworden: Ein unbekannter Täter hatte am 15. und 16. Januar nicht weniger als 36 Giftköder entlang der Berghamer Straße verteilt, einer viel benutzten Gassi-Route. Ein Hund ist an dem Rattengift, heimtückisch versteckt in Wiener Würstchen, vermutlich gestorben, mindestens drei weitere erkrankten daran. Die Vorfälle fanden ein überregionales Echo. Frauchen und Herrchen nicht nur in Otterfing sind verunsichert, sorgen sich um ihre Vierbeiner. Wird der Hundehasser noch einmal zuschlagen? Die Holzkirchner Polizei startete breit gefächerte Ermittlungen.

Gut zwei Monate später legt die Polizei jetzt die Ergebnisse vor – und die sind weniger zielführend als erhofft. Dabei war der ungewöhnliche Schnüffel-Einsatz von speziell ausgebildeten Mantrailer-Teams einer Rettungshundestaffel durchaus vielversprechend verlaufen.

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Keine zehn Tage nach den Gift-Funden witterten die Hunde die Fährte des Köderlegers. Die feinen Nasen der beiden Labradore grenzten das Gebiet, in dem der Täter vermutlich wohnt, auf zwei Straßenzüge ein – ein Quartier östlich der Staatsstraße zwischen Bahnhofstraße, Jahnsteig und den Gleisen. 

Lesen Sie dazu auch: Auf der Jagd nach dem Hundehasser - Polizei kreist Giftköder-Täter mit Sezial-Spürhunden ein. Wir waren dabei.

„Die erstellten Bewegungsprofile ergaben ein klares Bild und den Hinweis auf einen möglichen Tatverdächtigen“, heißt es im gestrigen Polizeibericht.

Allerdings streitet die Person alle Anschuldigen ab. Deswegen legen die Ermittler Wert darauf, dass noch kein Tatverdächtiger in den Status eines Beschuldigten gehoben wurde.

Ihre Ermittlungsergebnisse legt die Holzkirchner Polizei heute der Staatsanwaltschaft vor. Die muss entscheiden, ob weiter ermittelt wird, um später unter Umständen Anklage erheben zu können.

Lesen Sie auch: Tierärztin zu Ködern: „Das Gift wirkt ganz hinterlistig“

Sehr wahrscheinlich ist das nicht, da die Beweise bislang juristisch eher dünn ausfallen. Die Anschuldigungen stützen sich im Wesentlichen auf die Ergebnisse der Mantrailer-Aktion, die vor Gericht nicht unbedingt anerkannt werden. „Da die Beweiskraft von Suchhunden in der Vergangenheit oft umstritten war, bleibt abzuwarten, wie die Beweislage von der Staatsanwaltschaft beurteilt wird“, heißt es seitens der Holzkirchner Ermittler.

Immerhin steht fest, dass die ausgelegten Giftköder tatsächlich „scharf“ waren. Die aufgeschnittenen Würstchen waren mit der Substanz Bromadiolon versetzt, das ergab eine toxikologische Untersuchung des Landeskriminalamts. Es handelt sich um ein gängiges Rattengift, das zu inneren Blutungen führt. Bromadiolon ist frei erhältlich, verkauft werden meist Fünf- und Zehn-Kilo-Packungen. 

Der Täter war offenbar clever genug, bei der Präparierung der Köder Handschuhe zu benutzen: Die forensische Untersuchung der Köder auf DNA-Spuren lieferte laut Polizei keine Hinweise.

avh

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