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Hier wird’s eng: Einsatzfahrzeuge haben es im Pöttingerweg oft schwer durchzukommen. 

Otterfing verstärkt Parkkontrollen

Gemeinderat will gegen „vogelwilde“ Zustände hart durchgreifen

Otterfing – Die Luft für Falschparker in Otterfing wird dünner: Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, die Kontrollen des ruhenden Verkehrs deutlich zu verstärken.

Bisher hatte das Rathaus beim Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland monatlich vier Kontrollstunden bestellt. Künftig werden die Kontrolleure 20 Stunden im Monat durch Otterfings Straßen patrouillieren.

Die Erhöhung des Kontrolldrucks hatte die Gemeindeverwaltung vorgeschlagen. „Zuletzt hat der Gemeinderat einige Halteverbote mehr erlassen“, sagte Sabine Hüppe vom Bauamt im Gemeinderat; in nur vier Stunden monatlich sei das kaum wirksam zu überwachen. Der Zweckverband will schon in einem Monat stärkere Präsenz in Otterfing zeigen.

Kosten entstehen der Gemeinde dadurch nicht, wie Hüppe auf eine entsprechende Anfrage von Thomas Hogger (Grüne) erklärte. Die Strafzettel decken in der Regel den Kontrollaufwand. Laut Hüppe strich die Gemeinde zuletzt sogar einen kleinen Überschuss ein. Das Geld werde in Verkehrstechnik investiert, etwa in Schilder oder Tempoanzeiger.

„Ich empfinde das nicht als Abzocke“, betonte Zweite Bürgermeisterin Ulrike Stockmeier (FWG), die für den erkrankten Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU) die Sitzung leitete. Tatsächlich werde im Ort oft genug „vogelwild geparkt“, die Kontrollen könnten das vielleicht etwas eindämmen. Gegen die Ausweitung der Kontrollen stimmte nur Robert Schüßlbauer (CSU).

Kontrolliert wird bald auch in den Parkbuchten vor den Neubauten in der Tegernseer Straße. Die dortige Bäckerei Ratschiller im Erdgeschoss beklagt, dass die Parkbuchten oft von Dauerparkern belegt seien. Um das zu ändern, beschloss der Gemeinderat einstimmig eine Parkscheiben-Regelung, die maximal zwei Stunden erlaubt.

Auch im Pöttingerweg, der Bahnhofstraße und Kreuzstraße verbindet, wird die Gemeinde wohl bald aktiv werden. Roberto Sottanelli (SPD) empfahl dringend, ein absolutes Halteverbot zu erlassen. Bewegungsfahrten der Feuerwehr hätten gezeigt, dass Einsatzfahrzeuge an parkenden Autos kaum vorbeikommen. „Hier könnten Rettungswege blockiert sein“, sagte Sottanelli, „im Falle eines Einsatzes wäre die Situation sehr problematisch.“ Stockmeier pflichtete ihm bei: „Das kann nicht so bleiben.“ Der Verkehrsausschuss wird sich demnächst mit dem Thema beschäftigen.

avh

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