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Gratulation für den Preisträger: Jungunternehmer Sebastian Jakal (M.) mit (v.l.) dem SPD-Kreisvorsitzenden Hannes Gräbner, der SPD-Landtagskandidatin Verena Schmidt-Völlmecke, SPD-Umweltpolitiker Florian von Brunn und dem SPD-Bezirkstagskandidaten Tim Roll.

SPD-Umweltpreis

Otterfinger Jungunternehmer gewinnen Preis für Möbel aus Recycling-Holz

Damit der Urwald nicht abgeholzt werden muss, hat ein Otterfinger Jungunternehmer Möbel aus Recycling-Holz entwickelt. Dafür bekam er jetzt einen Umwelt-Preis.

Landkreis – Hitzewelle, Waldbrände, Überschwemmungen – die vergangenen Wochen haben einmal mehr die Folgen des Klimawandels vor Augen geführt und gezeigt, wie aktuell die Fragen nach einer Verbesserung des Klima- und Umweltschutzes sind. Einen Beitrag dazu leistet die SPD im Landkreis Miesbach mit der Verleihung des Anton-Bauer-Preises, der für herausragendes Engagement im Umweltschutz seit drei Jahren vergeben wird. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an zwei Jungunternehmer aus Otterfing: Sebastian Jakal und Martin Wollenhaupt, die in ihrem Unternehmen „GreeniusClimate“ Möbel aus wiederverwertetem Holz herstellen.

Am Freitagabend fand im Otterfinger Hof die feierliche Verleihung statt, zu der sich neben SPD-Vertretern aus dem Landkreis auch der umweltpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Florian von Brunn, und die Preisträger der vergangenen Jahre eingefunden hatten. Ein kurzes Porträt des politischen Wirkens Anton Bauers gab in seinen einleitenden Worten der Kreisvorsitzende Hannes Gräbner. Als Landrat ab 1952 habe Bauer vor allem Weitsicht in Sachen Umweltschutz bewiesen, etwa per Verordnung unter anderem das Tegernseer Tal mit Umgebung als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. „Davon profitieren wir hier im Landkreis bis heute“, machte Gräbner deutlich. „Seine große Leistung war, das Gemeinwohl wieder in den Vordergrund zu stellen und der Verschandelung unserer Landschaft Einhalt zu gebieten.“

Lesen Sie mehr: Letztes Jahr gewann ein Landrat-Kritiker den Umweltpreis

Umweltpolitik sei sozialdemokratische Politik, betonte Laudator von Brunn. So beinhalte die Gerechtigkeitsfrage zwischen den Generationen auch das Recht künftiger Generationen auf schöne Natur. „Im Umweltschutz war Bayern mal ganz vorne“, betonte er und verwies auf den 1970 gegründeten Nationalpark Bayerischer Wald als einen „Meilenstein des Naturschutzes“. Heute dagegen gebe es in der Landesregierung vor allem „Hochglanzumweltpolitiker“, deren Arbeit nicht mehr viel mit Naturschutz zu tun habe.

Beim Umgang mit der Ressource Holz stelle sich die Frage nach Nachhaltigkeit und dem Aspekt des Sozialen, meinte von Brunn und wies darauf hin, dass sich der Holzverbrauch in den letzten 50 Jahren verdoppelt habe, aber bis heute nur in sehr geringem Umfang Recycling stattfinde. „Stattdessen verlagern wir unseren Holzhunger ins Ausland“, meinte er, was vor allem durch illegalen Einschlag von bis zu 80 Prozent etwa in Brasilien problematisch sei. Die „Kaskadennutzung“, also die mehrfache Wiederverwertung von Holz, biete hier viele Vorzüge. „Ich wünsche Euch eine erfolgreiche Zukunft und hoffe, dass Euer Beispiel Schule macht“, gab er den Gründern von GreeniusClimate mit auf den Weg.

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Die Dankrede hielt Sebastian Jakal auch in Vertretung seines Kompagnons, der verhindert war. „Wir bekommen heute einen Preis für etwas, das manchmal lästig ist“, meinte er. Nicht immer stoße das Thema Naturschutz auf Interesse. „Aber das ist kein Problem unter vielen, das man einfach aufschieben kann.“ Darum brauche man im Umweltschutz Menschen, die wirklich handelten. Er selbst sei Mitglied in der weltweiten Jugendinitiative „Plant for the planet“, die mittlerweile 15 Milliarden Bäume gepflanzt habe. „Klimaschutz ist eine große Herausforderung, aber auch eine Bereicherung für jeden von uns“, machte Jakal deutlich.

von Stefan Gernböck

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