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Ein eigenes Stückchen Na tur: Neben dem Otterfinger Wertstoffhof (im Hintergrund) gruppieren sich etwa 20 Kleingarten-Parzellen. Bisher gab es unterschiedliche Pachtregelungen, das soll sich jetzt ändern.

Neue Regeln für Schrebergärten

50 Cent für den Quadratmeter

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Wo bisher Wildwuchs herrschte, will die Gemeinde jetzt Ordnung schaffen: Für die Kleingartenanlage am Argeter Weg gelten künftig neue Regeln. 

Otterfing – Ein eigenes Stückchen Natur, vielleicht ein kleines Gemüsebeet: Schrebergärten sind gefragte Rückzugsräume im Grünen. Wer keinen eigenen Garten sein Eigen nennt, findet hier ein privates Plätzchen unter freiem Himmel.

Auch in Otterfing gibt es sie, diese kleinen Paradiese: Östlich der Bahngleise, unweit des Wertstoffhofs, gruppieren sich etwa 20 Parzellen. Die Kleingartenanlage gehört der Gemeinde, die dort in den vergangenen Jahren kaum regelnd eingriff. Das ändert sich: Die Pachtbedingungen und die Preise werden vereinheitlicht. Ab 2018 verlangt die Gemeinde jährlich 50 Cent je Quadratmeter.

Wie Rathaus-Geschäftsführer Markus Stark jetzt auf Anfrage erklärte, fasste der Gemeinderat Anfang des Jahres in nicht-öffentlicher Sitzung einen Grundsatzbeschluss in Sachen Kleingartenanlage. „Bisher waren die Verträge mit den einzelnen Nutzern sehr unterschiedlich“, sagt Stark, „das wollen wir jetzt vereinheitlichen.“ Offiziell sind alle Parzellen vergeben. „Aber es ist fraglich, ob alle Schrebergärten auch tatsächlich aktiv genutzt werden“, sagt Stark.

In den nächsten Monaten will die Gemeindeverwaltung den Status quo recherchieren. Alle derzeit gemeldeten Parzellen-Pächter sollen im Laufe des Jahres angeschrieben werden.

Sollte die Abfrage dann ergeben, dass nicht alle Gärten aktiv genutzt werden, könnten unter Umständen andere Otterfinger zum Zug kommen. „Vielleicht wird ja tatsächlich die eine oder andere Parzelle in unserer Kleingartenanlage frei“, sagt der Otterfinger Rathaus-Geschäftsführer.

Künftig ist nun klar geregelt, wer sich grundsätzlich um einen Schrebergarten-Anteil bewerben kann. Der Gemeinderat legte fest, dass es sich um Otterfinger Bürger mit Hauptwohnsitz handeln muss, die nachweislich über keinen eigenen Garten verfügen.

Die Kleingartenanlage liegt neben den Gleisen am Argeter Weg, der weiter in Richtung Sauerlach führt. Die rund 20 Parzellen sind nach Informationen von Stark unterschiedlich groß. Es gibt Grundstücke mit 75 Quadratmetern, einige erstrecken sich auch über 200 Quadratmeter.

Selbst nach der jetzt beschlossenen Preisvereinheitlichung, die ab 2018 greift, sind die Pachten (0,50 Euro je Quadratmeter) alles andere als teuer. „Wirtschaftlich ist der Posten Kleingartenanlage für die Gemeinde sicher nicht“, räumt der Rathaus-Geschäftsführer ein, „es ist ein tolles Angebot für die Bürger.“

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