Feuerlöscher
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Mit einem Feuerlöscher hantierten Unbekannte in den Räumen der Otterfinger Grundschule.

In den Räumen der Grundschule

Zwei Unbekannte hantieren mit Feuerlöscher - und hinterlassen Schaumteppich

  • Andreas Höger
    vonAndreas Höger
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Sie wussten offenbar nicht, was passiert, wenn sie „abdrücken“: Den Schaum eines Feuerlöschers verteilten zwei unbekannte Männer in der Nacht auf Montag (15. März) in Räumlichkeiten der Otterfinger Grundschule.

Otterfing - Waren es übermütige Jugendliche, die eine Mutprobe suchten? Noch ist unklar, wer für den „Feuerlöscher“-Vorfall in den Räumen der Mittagsbetreuung, untergebracht im Otterfinger Schulgebäude, verantwortlich ist. In der Nacht von 14. auf 15. März (Sonntag auf Montag), kurz vor Mitternacht, verschafften sich Unbekannte unerlaubter Weise und heimlich Zutritt zu den Räumlichkeiten. Wie die Holzkirchner Polizei mitteilte, hinterließen sie eine sehr deutliche Spur: Einen Teppich aus Feuerlöscherschaum.

Der Vorfall sorgte im Ort offenbar für Unruhe. Hildegard Huil (Grüne) fragte am Rande der Bauausschuss-Sitzung am Dienstagabend (16. März) nach, was da passiert war: „Waren da Einbrecher am Werk?“ Von einem „Einbruch“ wollte Bürgermeister Michael Falkenhahn (SPD) nicht reden, „es gab aber einen unerlaubten Zutritt“. Der Vorfall sei bei der Holzkirchner Polizei angezeigt worden.

Nach ersten Erkenntnissen entwendeten die Täter einen rot-schwarzen Feuerlöscher - und konnten der Versuchung nicht widerstehen, den Auslösergriff zu drücken. „Sie wollten offenbar damit herumspielen“, glaubt Falkenhahn, „haben aber wohl nicht bedacht, dass ein einmal betätigter Feuerlöscher das tut, was er soll: Schaum sprühen, bis nichts mehr geht.“

Die Spuren des „Experiments“ waren tags darauf nicht zu übersehen: In den Räumen der Mittagsbetreuung waren Fußboden und Esstische mit weißem Löschschaum bedeckt. Der leere Feuerlöscher mitsamt Sicherheitsstift wurde auf dem Pausenhof der Schule sichergestellt. Er wird derzeit auf Spuren untersucht. Der Sachschaden hält sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei jedoch in Grenzen, er beläuft sich auf etwa 30 Euro.

Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und fahndet nach zwei unbekannten, männlichen Tätern.

Unbekannter inspiziert Auto und Garage

Nicht nur der „Feuerlöscher“-Vorfall beunruhigt die Otterfinger. Wie Huil berichtete, wurden in den vergangenen Tagen verstärkt „verdächtige“ Kleinbusse im Ortsgebiet gesehen. „Sind das organisierte Bettler oder Späher für Einbrechertrupps“, fragte Huil. In örtlichen WhatsApp-Gruppen sei die Aufregung groß. „Man fragt sich, leben wir im Sodom und Gomorrha?“

Tatsächlich berichtet die Holzkirchner Polizei über zwei Vorfälle, die darauf hindeuten, dass Ganoven unterwegs waren im Ort. In der Nacht von Montag auf Dienstag (15./16. März) zwischen 1 und 2 Uhr kam es im Gambsweg 15 zu einem Diebstahl aus einem Auto. Der Audi war laut Polizei auf einem Stellplatz vor dem Haus geparkt. Ein Unbekannter machte sich am Auto zu schaffen, öffnete es und durchsuchte den Innenraum. Anschließend schloss er die Tür und entfernte sich vom Grundstück. Über die Höhe des Diebstahlschadens liegen noch keine Informationen vor.

Noch unklar ist, ob dieser Fall im Zusammenhang steht mit einem Hausfriedensbruch im Wendelsteinring 8. Dort beobachtete ein Anwohner, wie sich in derselben Nacht eine unbekannte Person am Griff des Garagentors zu schaffen machte, aber nicht in die Garage gelangte. Gestohlen wurde nichts.

Die Polizei bittet Zeugen, die ähnliche Beobachtungen gemacht haben oder Angaben machen können zu dem Vorfall in der Schule, sich unter der Telefonnummer 08024 / 90740 zu melden.

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