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So könnte es aussehen, das Otterfinger Sportzentrum bei Bergham mitten auf der grünen Wiese. 

Der Frust wächst

Debatte um Otterfinger Sportzentrum führt in die nächste Sackgasse

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Machbar, aber teuer und landschaftlich fast frevlerisch: Die Machbarkeitsstudie für ein Sportzentrum westlich von Bergham spricht eine deutliche Sprache. Der Frust sitzt tief.

Otterfing – Wieder war der Sitzungssaal im Otterfinger Hof voll. Besonders die Berghamer wollten am Dienstag aus erster Hand erfahren, wie die von der Gemeinde bestellte Machbarkeitsstudie ausfällt. Planer Till Fischer hatte untersucht, wie sich ein Sportzentrum auf die 5,08 Hektar packen lässt, die der Gemeinde nördlich der Dietramszeller Straße gehören.

Tatsächlich gelang es Fischer, alle gewünschten Anlagen unterzubringen. „Das Areal ist damit ausgereizt, die Anordnung würde aber prinzipiell funktionieren“, erklärte Fischer. Den Lärmschutz habe man im Griff, da die Häuser Berghams 120 Meter und damit ausreichend weit entfernt sind. „Voraussetzung ist, dass diese Lücke nicht bebaut wird“, betonte Fischer.

Knifflig ist das Auffangen der Moränenkante, die dem Gelände bis zu vier Meter Gefälle beschert. Abböschungen und Stützmauern würden die Außenanlagen etwa um 20 Prozent verteuern. Ganz entscheidend jedoch wirkt sich der Eingriff in die Landschaft aus, wie Fischer analysierte. Eine „vernichtende Stellungnahme“ habe die Naturschutzbehörde im Landratsamt hinterlegt; auch der Kreisbaumeister halte das Gelände für ungeeignet. „Der Standort ist technisch in den Griff zu bekommen“, bilanzierte Fischer, „aber wenn man seine Heimat einigermaßen liebt, kann man dort kein Sportzentrum hinstellen.“

Das Fazit kam wenig überraschend. Schon in der Sitzung vor zwei Wochen hatte sich angedeutet, dass der Gemeinderat, der noch im Mai diesen „Konsensstandort“ näher in Betracht gezogen hatte, die Bergham-Variante angesichts des Protests der Anwohner wohl fallen lässt. Auch Ulrike Stockmeier (FWG) vollzog eine Kehrtwende („Wir stehen mit dem Rücken zur Wand“) und hatte sich aktuelle Zahlen gewünscht, was eine Sanierung des Altstandorts kosten würde. Dies sei kurzfristig nicht machbar, erklärte Planer Michael Zach. Etwa 18 000 Euro würde eine belastbare Berechnung kosten. „Noch eine Studie braucht keiner mehr“, sagte Stockmeier. Sie forderte die Kollegen auf, Farbe zu bekennen für den Altstandort. So teuer könne eine Ertüchtigung nicht sein, „wenn einheimische Handwerker ihr Bestes geben“.

Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU) schätzt die Kosten, basierend auf Zahlen von 2002, auf fünf bis sechs Millionen Euro. „Keiner kann ernsthaft dafür sein, hier so viel Geld reinzustecken“, sagte Gerhard Heimerer (CSU). Für Fraktionskollege Robert Schüßlbauer ist das Thema Sportzentrum durch. „Keiner will es? Gut. Dann machen wir am alten Standort nur noch das Nötigste.“ Er sei enttäuscht vom TSV, der nicht geschlossen hinter einem neuen Standort stehe. „Sogar Spartenleiter machen Front gegen Standorte. Vielleicht wollen die gar kein neues Sportzentrum?“ Der TSV schicke die Gemeinde vor, ergänzte Ferdinand Höchstetter (CSU), „und uns werden Prügel zwischen die Beine geworfen“.

Michael Falkenhahn (SPD) warb dafür, kühlen Kopf zu bewahren. „Wir haben den Auftrag, eine neue Halle zu bauen“, betonte Max Ruf (SPD). Fraktionskollege Andreas Eichhorn schlug vor, die Erkenntnisse über den Sommer sacken zu lassen und im September darüber zu reden. Stefan Burgmayr (FWG) hat Zweifel, ob das etwas bringt. „Ich bin ausgelutscht. Sollen andere schauen, ob ihnen was einfällt.“ Wenn jetzt der Altstandort saniert werden solle, so der Bürgermeister, sei man da, wo man Ende 2006 schon einmal stand: „Wir drehen uns im Kreis.“

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