Virtuell unterwegs ist Thomas Rychly aus Otterfing bei seinen Projekten. Sein VR-Bergführer hat es jetzt bei einem Wettbewerb unter die Top 20 geschafft.
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Virtuell unterwegs ist Thomas Rychly aus Otterfing bei seinen Projekten. Sein VR-Bergführer hat es jetzt bei einem Wettbewerb unter die Top 20 geschafft.

Interaktive Landkarte

Otterfinger landet mit VR-Bergführer Volltreffer: App unter den Besten eines Ministeriums-Wettbewerbs

Ein Wettbewerb des Umweltministeriums soll Bewusstsein für umweltfreundliches Verhalten schaffen. Mit einer App landete ein Otterfinger unter den Besten.

Otterfing – Ob zum Wandern, Schwimmen, Skifahren oder nur, um Zeit in der Natur zu verbringen: Tausende von Urlaubern und Tagestouristen finden täglich ihren Weg in das Alpenvorland. Die Natur ist ein Ort zum Entspannen und zum Aktivwerden, besonders für solche, die sie nicht vor der Haustüre haben. Doch Flora und Fauna sind vom hohen Andrang, der sich besonders während der Pandemie noch einmal verschärft hat, belastet.

Das hat das Bayerische Umweltministerium zum Anlass genommen, um ein besonderes Projekt zu starten: Der Wettbewerb „Ausgewildert“ soll kreative Ideen sammeln und ein Bewusstsein für umweltfreundliches Verhalten schaffen. Unter den besten 20 Ideen findet sich – neben einer App, die Nutzern angebrachtes Verhalten in der Natur erklärt, sowie einer interaktiven Radl-Karte – auch ein Projekt aus dem Landkreis.

Virtuelle Realität rund um den Spitzingsee - Inspiration aus eigenen Erfahrungen

„VR-Bergführer“ heißt die interaktive Landkarte, und der Name ist hier Programm. Als Virtuelle Realität wurde eine 360-Grad-Tour erstellt, die Interessierte an den Spitzingsee und umliegende Gipfel führt. Inspiriert wurde Initiator Thomas Rychly aus Otterfing von seinen eigenen Erfahrungen: „Als Wanderer, Rad- und Skifahrer bin ich viel im Kontakt mit der Natur. Da fällt es einem schon auf, dass der Berg-Tourismus seine Spuren hinterlässt.“

Gemeinsam mit Geografin Antje Bornhak und Nachhaltigkeitsexperte Mukunda Hubmann hat der Otterfinger das Projekt auf die Beine gestellt. „Die Panorama-Aufnahmen hatte ich eh schon“, sagt Fotograf Rychly, der auch schon das Alpinmuseum des Deutschen Alpenvereins in München digitalisiert hat (wir berichteten). Die Fotos wurden im interaktiven Bergführer dann durch Erklärvideos und Texte über Tiere und Pflanzen in der Region ergänzt. Rychly will allerdings nicht, dass man sich die Natur nur noch vom Sofa aus ansieht. Er ist überzeugt: Wer die Natur kennt und etwas über sie weiß, geht auch achtsamer mit ihr um.

Für die Ausschreibung des Umweltministeriums haben Rychly und sein Team eine Demo ihres Projekts gestaltet. „Wir haben uns auf den Hotspot Spitzingsee und seine Umgebung konzentriert. Die Idee ist aber schon, den Führer auszubauen.“ Abrufbar ist das Ergebnis auf allen gängigen Endgeräten unter www.vr-easy.com/12176.

Eine Jury hat unter den Einsendungen die Top 20 ausgesucht. Jetzt soll das Publikum seinen Favoriten wählen. Noch heute, Dienstag, kann man unter www.ausgewildert.bayern.de/voting abstimmen.

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