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Parken dürfen Autofahrer nun werktags innerhalb der „Parkbewirtschaftungszone“, wie hier in der Ludwig-Ganghofer-Straße, teilweise länger als drei Stunden. 

Im Wohngebiet an der Ludwig-Ganghofer-Straße in Otterfing

Parken auf Zeit: Gemeinde ändert Spielregeln

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Die Gemeinde wollte Probleme mit Dauerparkern in den Griff kriegen. Doch die Parkscheiben-Pflicht im Wohngebiet um die Ludwig-Ganghofer-Straße in Otterfing wurde auch für die Anwohner unbequem. Jetzt ändert die Gemeinde die Spielregeln.

Otterfing – Es war einfach lästig. Hatten die Anwohner im Wohngebiet zwischen der Alois-Eberl- und der Ludwig-Ganghofer-Straße in Otterfing Handwerker im Haus, mussten diese alle drei Stunden Hammer, die Zange oder die Schaufel liegen lassen und zu ihrem Kleintransporter hetzen. Gleiches Bild beim gemütlichen Kaffeekränzchen: Auch das wurde werktags im Drei-Stunden-Rhythmus gesprengt, weil die Besucher die Parkscheibe an ihrem am Straßenrand abgestellten Auto nachstellen mussten. Wer keine Parkscheibe stellte oder überzog, wurde zur Kasse gebeten. Doch damit ist jetzt Schluss.

Die Parkscheiben-Regelung ist in besagtem Wohngebiet aufgehoben. In seiner jüngsten Sitzung bestätigte der Gemeinderat die Änderung der geltenden „Parkbewirtschaftungszone“. Konkret betrifft das den Bereich der Ludwig-Ganghofer-Straße südlich der Montessori-Schule, den Lena-Christ-Ring und die Alois-Eberl-Straße. Dort war Parken bislang werktags zwischen 8 und 18 Uhr für lediglich drei Stunden erlaubt. Die zeitliche Beschränkung entfällt nun.

Die Befreiung gelte allerdings ausschließlich für Pkw, wie Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU) betont. Wohnwagen, Wohnmobile und Lastwagen dürfen auch weiterhin hier nicht länger als drei Stunden abgestellt werden. Und auch auf die geparkten Autos werde man ein Auge haben. „Wenn die wieder zu Dauerparkern werden, dann müssen wir darauf einwirken“, sagt Eglseder.

Eben jene Dauerparker waren auch der Anlass für die Einführung der großräumigen „Parkbewirtschaftungszone“ gewesen. Sie sollten vertrieben werden. Als Reaktion auf teils monatelang abgestellte Fahrzeuge hatte sie der Gemeinderat im September 2014 einstimmig verfügt. Dauerparkende Anhänger und Wohnmobile sei man so losgeworden. „Das haben wir unterbunden“, sagt Eglseder. Doch die neue Regelung brachte auch Probleme mit sich. Bekamen Anwohner nämlich Besuch, sei es von den eigenen Kindern, Freunden oder eben Handwerkern, mussten auch die werktags die blauen Scheiben nachstellen – oder kassierten einen Strafzettel. Zwischenzeitlich wurde überlegt, Parkausweise auszustellen oder die zulässige Parkzeit auszuweiten. Beiden Varianten erteilte die Polizei eine Absage. Nun hat sich das große Nachstellen erledigt. 

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