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Im Westen was Neues: Der Anbau dockt an die Otterfinger Schule an, wo derzeit noch die Fluchttreppe montiert ist.

Das kostet 2,7 Millionen Euro

Platz dringend gebraucht: Schulneubau soll rasend schnell gehen

Otterfing – Der Zeitplan ist sportlich: Mit Beginn des Schuljahres 2017/18 soll der Anbau der Otterfinger Schule nutzbar sein – zumindest zwei der vier zusätzlichen Klassenzimmer. 

Ihre Hausaufgaben hat die Gemeinde zügig erledigt: Den Planentwurf für den zusätzlichen Schultrakt im Westen, schnörkellos konzipiert von Architekt Michael Zach (wir berichteten), hatte der Gemeinderat als „Bauherr“ Ende September abgesegnet. In der Sitzung am Dienstag folgte ebenso einstimmig – und wenig überraschend – das „gemeindliche Einvernehmen“ als erster Teil des baurechtlichen Genehmigungsverfahrens. „Der Antrag geht noch vor Weihnachten ans Kreisbauamt“, versprach Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU).

Die Zeit drängt. Möglichst am 1. April, und das ist nicht als Scherz gedacht, sollen die Arbeiten starten. Voraussetzung dafür ist eine zügige Bearbeitung im Kreisbauamt, wovon Eglseder ausgeht. „Der Kreisbaumeister kennt die Pläne bereits.“ Parallel werden die Arbeiten ausgeschrieben. „Es ist ein einfacher Bau mit klaren Linien und ohne bautechnische Sonderwünsche“ sagte Eglseder, der das mit der Hoffnung auf zügigen Baufortschritt verknüpft.

Kein Tag ist zu vertrödeln, denn im Herbst 2017 werden die zusätzlichen Räume gebraucht. 224 Grundschüler, so hat es das Einwohnermeldeamt errechnet, sind dann in der Otterfinger Grundschule unterzubringen – so viele wie noch nie. „Alle Jahrgangsstufen werden dreizügig sein“, sagt Eglseder. Um das räumlich zu schultern, sollen mindestens zwei der vier zusätzlichen Klassenzimmer mit Schulbeginn zur Verfügung stehen. „Darauf konzentrieren wir uns“, sagte der Bürgermeister.

Der Anbau (33 mal 11,50 Meter) dockt im Westen, entlang der Schulstraße, rechtwinklig an das Altgebäude an. „Es gibt jeweils direkte Zugänge zum Altbau, da ist kein Treppenhaus dazwischen“, betonte Architekt Michael Zach bei der Endpräsentation im Gemeinderat. Einen eigenen Zugang bekommt der Anbau nicht; für den Notfall sind an beiden Enden Fluchttreppen im Baukörper integriert.

Erdgeschoss und erster Stock sind der Schule vorbehalten. Den zwei Klassenzimmern pro Stockwerk ist jeweils ein Gruppenraum zugeordnet. Garderoben sind in vorgelagerten Fluren untergebracht. Im Souterrain, in das dank Abgrabungen natürliches Licht fällt, bekommt die Mittagsbetreuung der Rappelkiste zusätzlichen Platz (Werkraum, Toiletten, Büro). „Während der Bauphase sollte der Betrieb der Rappelkiste im Altbau nicht beeinträchtigt sein“, sagte der Architekt auf eine Frage von Stefan Burgmyar (FWG). Ob die Rappelkiste ihre neuen Räume gleich schon mit Schulbeginn nutzen kann, ist laut Eglseder noch nicht klar. Priorität beim Innenausbau genießen die Klassenzimmer. „Eventuell müssen wir manche Eltern, die sich eine Mittagsbetreuung wünschen, auf Januar 2018 vertrösten“, kündigte Eglseder an.

Bei den Kosten will die Gemeinde penibel darauf achten, dass das Budget in Höhe von 2,7 Millionen Euro nicht überschritten wird. Fast die Hälfte der Investition deckt ein staatlicher Zuschuss ab: 1,1 Millionen Euro sind vom Freistaat zugesagt.

avh

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