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Blaue Fenster, blassgelbe Fassade: Der Schulanbau ist äußerlich fertig, der Innenausbau biegt auf die Zielgerade ein. In den oberen Stockwerken sind vier Klassenzimmer untergebracht, darunter die Mittagsbetreuung.

Schulanbau ist fast fertig

Schüler können Weihnachten einziehen

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Die Baustelle an der Otterfinger Schule lässt die Hüllen fallen: Am Donnerstag, 23. November, verschwindet das Baugerüst. Nur noch wenige Wochen, dann können Schüler und Lehrer die Klassenzimmer in Beschlag nehmen.

Otterfing – „Um die Weihnachtszeit herum ist der Umzug geplant“, teilte Bürgermeister Jakob Eglseder im Gemeinderat mit. Ganz festlegen wollte sich der Rathauschef auf den Umzug zum Jahresende jedoch nicht. Terminlich ließ er ein Hintertürchen offen. „Allerspätestens in den Faschingsferien im Februar wird der Umzug komplett fertig sein.“

Ob der Weihnachts-Termin zu halten ist, hänge maßgeblich vom jüngst gegossenen Estrich ab. Der Bodenbelag muss durchtrocknen. Man wolle zwar durch das erstmalige Anfahren der Fußbodenheizung nachhelfen, sagte Eglseder. „Aber wir werden wohl ein paar Tage Trockenpause einlegen müssen, bevor es an die Endmontage geht.“

Außen ist die Fassade fertig. Durchs Gerüst schimmert bereits der Anstrich, ein etwas zurückhaltenderes Gelb als beim Hauptgebäude. „Wir haben uns bewusst für diesen Zwischenton entschieden“, sagt der Bürgermeister; man dürfe erkennen, dass hier etwas Neues entstanden ist.

Der Anbau bietet auf zwei Etagen Platz für vier zusätzliche Klassenzimmer; mit den angeschlossenen Gruppenräumen sind sie jeweils 100 Quadratmeter groß. Sehnlichst wartet die Grundschule auf die zusätzlichen Räume. Die zehn Klassenzimmer des Altbaus reichen derzeit gerade noch. Angesichts von drei 1. Klassen ist es seit September sehr eng geworden. Dreizügig ist auch die dritte Jahrgangsstufe. Mittelfristig rechnet die Gemeinde damit, dass für alle Jahrgangsstufen drei Klassen nötig werden.

Auch den beiden privaten Mittagsbetreuungen Schwalbennest und Rappelkiste verschafft der Anbau mehr Luft. Zwei Drittel der Otterfinger Grundschüler nutzen dieses Angebot. Das Schwalbennest, das am Freitag sein 20-jähriges Bestehen feiert (wir berichteten), bekommt mehr Platz für Hausaufgaben und einen zusätzlichen Ruheraum. „Unser bisheriges Ruhezimmer ist eigentlich ein Durchgangsraum“, sagt Schwalbennest-Leiterin Andrea Ascherl-Wiesgickl. „Für manches Kind ist es wichtig, nach der Schule abzuschalten und runterzukommen.“

Direkt im Neubau kann die Rappelkiste einziehen. Im Souterrain sind 100 Quadratmeter reserviert. Die Gemeinde stellt die Räumlichkeiten, die Organisation der Mittagsbetreuung tragen die beiden Vereine.

Nördlich der künftigen Rappelkisten-Räume hat die Gemeinde Platz geschaffen für Vereine. Über einen separaten Eingang ist ein Mehrzweckraum mit Nebenzimmer und Toiletten erreichbar.

Der Neubau ist die größte Investition der Gemeinde in diesem Jahr. Auf rund 2,75 Millionen Euro werden die Kosten geschätzt. Der Freistaat hat Zuschüsse in Höhe von 1,12 Millionen Euro zugesagt. Laut Eglseder kann die Gemeinde den Anbau ohne Kreditaufnahme bezahlen.

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