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Gelungener Auftakt: Am Freitag startete das Südtiroler Weinfest, die Stoabach Buam unterhielten die Gäste beim Törggele-Abend mit Oberkrainer-Sound im gut gefüllten Bierzelt.

Südtiroler Weinfest

Feiermarathon mit 4000 Gästen

Otterfing - Es wurde geratscht, gelacht, getanzt: Rund 4000 Gäste strömten zum 39. Südtiroler Weinfest des Burschenvereins in Otterfing. Auch der sonst so schwächelnde Sonntag war diesmal ein Erfolg. Die Organisatoren blicken derweil schon auf das nächste Jahr.

Nichts ist wie es immer war. Nach diesem Prinzip richtet sich der Otterfinger Burschenverein. „Nur keine Routine aufkommen lassen, mal was Neues ausprobieren“, meint Burschenchef Ludwig Beilhack. Deshalb hatte der Verein sich heuer etwas Besonderes für sein Südtiroler Weinfest einfallen lassen. Vor allem für den Sonntag, denn: „Der war im vergangenen Jahr der Schwachpunkt. Da kamen nicht sehr viele Gäste“, erklärt Beilhack. Heuer gab’s daher ein Marathon-Wein- und Bierfest über 15 Stunden. Da brauchten die Gäste Kondition – vom Kesselfleischessen am Morgen bis zum Schlussakkord nach Mitternacht. Auch am Programm wurde gefeilt. Gleich drei Bands – die Blaskapelle Pro Stany aus Tirol, die Weiß’groana aus dem Chiemgau und die Südtiroler Tanzlmusig – boten einen attraktiven Mix. Und das bei freiem Eintritt.

Die Rechnung ging auf: Über 4000 Gäste waren es heuer, die drei Tage lang bei der 39. Auflage des Südtiroler Weinfestes auf der Bedinger Wiese in Otterfing mitfeierten. Laut eigenen Angaben der Burschen ist das Weinfest das größte seiner Art in Oberbayern. Das Wetter spielte von Freitag bis Sonntag mit. Erst am späten Sonntagnachmittag kam der Regen.

Für Beilhack war es allerdings eine besondere Herausforderung. „Der Sonntag war der Großkampftag. Schon um sieben Uhr war ich im Zelt, so wie mein Stellvertreter Korbinian Heimerer und wie fast die gesamte Mannschaft“, erzählt er. „Saubermachen, aufräumen und die Essen herrichten, das dauert, auch wenn 70 Aktive anpacken.“ Klar verteilt waren die Aufgaben, und in der Küche herrschte eine strenge Rollenverteilung. „Die Burschen übernehmen das Kochen, machen den Knödelteig und rollen die Knödel oder backen Südtiroler Strauben, ein Süßgebäck, die Mädchen sind für die Brotzeitplatten zuständig“, erklärt er. „Die können das einfach besser, sind auch kreativer beim Herrichten, sie achten auch mehr darauf, dass alles ordentlich aussieht. Schließlich isst das Auge mit.“

Trotz der Änderungen am Sonntag blieb Traditionelles erhalten. Dazu gehörte der Seniorennachmittag am Samstag. „Da laden wir alle Senioren aus Otterfing ein. Es gibt was zu Essen und zu Trinken. Die Senioren müssen nichts zahlen“, verrät Beilhack. Es tauchten auch Jüngere auf. „Wir sind da nicht so streng, fragen nicht nach dem Rentenbescheid oder Ausweis“, sagt er. „Wir wollen einfach der älteren Generation und der, die es noch werden will, ein wenig danken für die Leistungen.“ Etwa 400 Senioren schauten vorbei, genossen den Nachmittag, tauschten Erinnerungen aus oder hörten der Musik der Isarkrainer zu, die viele Walzer spielten. Manche, vor allem Frauen, schwangen das Tanzbein.

Für die Burschen sei das Weinfest zwar immer ein besonderer Kraftakt. „Aber wenn es den Gästen gefällt, und das Zelt immer schön voll ist, dann macht es Spaß“, sagt er. „Da verfliegt die Müdigkeit, es denkt keiner mehr an die Arbeit und die Mühe.“ So war er rundum zufrieden. Auch, weil es kaum Schwierigkeiten mit Gästen gab. „Das hatten wir im Griff“, meint er. „Die Polizei musste nicht eingreifen. Wir haben sie zwar Streife fahren sehen, aber das ist auch gut so.“

Nach dem Fest ist vor dem Fest: „Im nächsten Jahr ist Jubiläum, da findet das Weinfest zum 40. Mal statt“, sagt Beilhack. „Da wollen wir mit einigen besonderen Überraschungen aufwarten.“ Die Planungen und Vorbereitungen beginnen, sobald das Festzelt abgebaut und die Bedinger Wiese in Otterfing aufgeräumt ist.

Von Siegfried Niedergesäss

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