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Entlang des Bahndamms zwischen Otterfing und Holzkirchen soll der Teufelsgraben-Radweg führen. 

Vermeintliche Untätigkeit

Teufelsgraben-Radweg: Regierung friert Gelder ein

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Otterfing und Holzkirchen planen seit Jahren einen Radweg zwischen den Gemeinden, immer wieder kommen neue Probleme dazwischen. Jetzt hat die Regierung von Oberbayern die Fördermittel eingefroren.

Otterfing – Ein ungläubiges, ja fast schon höhnisches Lachen konnte sich so mancher Otterfinger Gemeinderat nicht verkneifen. Und irgendwie konnte sich das Gesagte einer gewissen Ironie auch nicht entbehren. Wie Bürgermeister Jakob Eglseder (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats mitteilte, hat die Regierung von Oberbayern die Fördergelder für den Teufelsgraben-Radweg zwischen Otterfing und Holzkirchen eingefroren, weil das Projekt nicht voranschreitet.

Die Maßnahme der Regierung ist dabei die nächste vieler, teils kuriosen Wendungen bei dem Dauerprojekt, das die Gemeinden Otterfing und Holzkirchen seit über sieben Jahren gemeinsam planen. Im Frühjahr 2017 lag das Werkzeug quasi schon bereit, als urplötzlich der Naturschutz dazwischenfunkte. Der Bau des 1,5 Kilometer langen Radwegs entlang des Bahndamms zwischen beiden Gemeinden musste für ein artenschutzrechtliches Gutachten zurückgestellt werden.

Und, als auch diese Hürde genommen schien, funkte die Bahn dazwischen – aus Sorge um die Versorgungskabel. „Ein Bahnteil lässt uns nicht durch“, fasste Eglseder das aktuelle Problem noch einmal zusammen. Auch wenn sich hier eine Lösung abzeichnet, bleibt das Projekt in der Warteschleife. Auch wegen den von 600 000 Euro fast auf das Dreifache gestiegenen Kosten. Da passt die Zurückhaltung der finanziellen Unterstützung der Regierung wegen vermeintlicher Untätigkeit der Gemeinden nur zu gut ins Bild.

Hoffnung dank Radweg von München bis zum Tegernsee

Wobei das freilich nicht heißt, dass die Mittel verloren sind. „Sie können aufgetaut werden, wenn es weitergeht“, erklärte Eglseder. Otterfings Bürgermeister gab sich sogar optimistisch, dass es im kommenden Jahr endlich vorwärtsgehen könnte mit dem Teufelsgraben-Radweg. Wie berichtet muss der Abschnitt im nördlichen Landkreis nicht mehr gesondert, sondern in einem größeren Ganzen betrachtet werden. Über kurz oder lang soll eine schnörkellose, schnelle Radverbindung von München bis zum Tegernsee entstehen – die Teufelsgrabenpassage gilt dabei als wichtiges Nadelöhr.

Der Landkreis München hat nun den ersten Schritt zu dieser schnellen Radverbindung hinter sich gebracht. Vor zwei Wochen wurde der erste Teil, die fünf Kilometer lange Radverbindung zwischen Deisenhofen und Sauerlach, fertiggestellt und eröffnet, im kommenden Jahr soll der Weg Richtung München bis zur Großhesseloher Brücke ausgebaut werden. Und vielleicht tut sich dann ja auch was im Süden, Richtung Otterfing oder gar bis Holzkirchen.

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