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Malinas Vater will, dass alle seine Tochter kennen - und hofft, dass sie so zurückkommt.

Tochter wird in Regensburg vermisst

Malinas Vater: Was sein Schicksal noch tragischer macht

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Studentin Malina Klaar verschwindet in Regensburg. Ihr Vater Joseph Zawadzki kämpft wie ein Löwe für sie und sucht offensiv die Öffentlichkeit. Wer seine Geschichte kennt, versteht das noch mehr.

Otterfing/München - „Morgens, das ist der erste Gedanke: Das Kind ist weg.“ Joseph Zawadzki sagt diesen Satz, der jedes Elternherz in Fetzen reißt, und bleibt ganz ruhig. Er schluckt, seine Augen sind voller Schmerz, aber er spricht weiter mit sanfter, weicher Stimme. Er will seine Botschaft vermitteln: Meine Tochter lebt, helft mit, dass ich sie wiederbekomme! Das treibt ihn an. Er kämpft wie ein Löwe für Malina, die ganz Deutschland mittlerweile bekannt sein dürfte als die Studentin, die am 19. März in Regensburg spurlos verschwand. 

Bei seinen Bemühungen scheut er auch nicht die große Bühne wie etwa bei SternTV. Zugute kommt ihm, dass er das Sprechen gelernt hat - auch beruflich. Joseph Zawadzki war bis 2011 beim Münchner Radiosender Charivari tätig. Er moderierte dort die tägliche Nachmittagssendung, man kennt ihn als Jo Zawadzki. Für ihn ist es nichts Neues, dass er vor einer breiten Öffentlichkeit spricht. 

Auch die Kamera kennt er gut: Er arbeitete unter anderem bereits für ein TV-Format bei Pro7. 

Malinas Vater hatte keinen schönen Start ins Leben

All dies sind Dinge, die man über Jo Zawadzki wissen kann. Aber er hat sich noch andernorts einen Namen gemacht: Er engagiert sich sehr für Kinder und Familien. Auch das hat einen Hintergrund. 

Wer ihn googelt, stößt auf seine Webseite für Familiencoaching, Gitarren-Unterricht und Jonglierkurse. Demnach wohnt er in Otterfing im Landkreis Miesbach. Er hat sich darauf spezialisiert, Familien und Kinder professionell zu unterstützen beim Umgang miteinander und zwischenmenschliche Beziehungen zu kitten.

Sein Antrieb: Er selbst habe keine schöne Kindheit gehabt, schreibt er auf seiner Webseite. Er verbrachte die ersten drei Lebensjahre in Säuglings- und Kinderheimen. Dort „fand“ ihn dann seine Mama, die ihn adoptierte. Seitdem setze er sich für das Glück von anderen Kindern und Familien ein. 

Nun muss er seine ganze Kraft geben, um seine verschwundene Tochter wieder in seine Arme zu schließen. Er ruft eine der größten Vermissten-Such-Aktionen ins Leben, die Bayern bisher gesehen hat. Denn er ist fest davon überzeugt, dass es Hoffnung gibt. Dass Malina noch lebt.

Und so lange wird er weiter kämpfen. 

Der Termin für die Ausstrahlung des Vermisstenfalls in der TV-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst “ steht nun fest. Diese und weitere Infos zum Fall Malina lesen Sie in unserem Nachrichten-Ticker

kg

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