+
Arbeitsgruppe mit Ministerin: Zum symbolischen ersten Spatenstich für den Schulanbau kam Wirtschaftsministerin Ilse Aigner am Freitag nach Otterfing. Neben ihr versammelten sich (v. l.) Horst Prebeck (Bauunternehmer aus Gmund), Peter Fasching (Fuhrunternehmer aus Otterfing), Attila Kárpáty (Statikplaner), Projektleiter Michael Zach, Bürgermeister Jakob Eglseder, Schulleiterin Inge Weber, Michael Brünner (Firma EST aus Miesbach) und Architekt Gerhard Zach .

Schülerboom in Otterfing

Vier neue Klassenzimmer: Der Startschuss ist gefallen

  • schließen

Für Michael Zach schließt sich ein Kreis. Wo der 34-Jährige einst Lesen und Rechnen lernte, kann er nun zeigen, was er drauf hat. Der junge Architekt hat im Auftrag der Gemeinde den Schulanbau geplant, neben dem Altbau, wo er einst die Schulbank drückte.

Otterfing – Zach hat den Anbau auf ausdrücklichen Wunsch der Gemeinde ohne jeglichen Schnickschnack entworfen. „Gerade Linien, klarer Baukörper, einfache Ausstattung“, fasste es Bürgermeister Jakob Eglseder beim Spatenstich am Freitag zusammen. Trotzdem muss die Gemeinde fast ihr gesamtes Erspartes einsetzen, um sich den Bau ohne Schulden leisten zu können. 2,75 Millionen Euro sind fällig. Immerhin: 1,12 Millionen davon decken staatliche Zuschüsse ab.

Dass der Anbau bitter nötig ist, unterstrich Schulleiterin Inge Weber. Für die aktuell 211 Schüler reichen die bisherigen zehn Klassenzimmer gerade noch. „Wir sind räumlich aber sehr beengt, der Anbau ist dringend nötig.“ Im Herbst rechnet sie mit 75 Abc-Schützen, das wären wieder drei Einstiegsklassen. „Bald sind wir durchgehend dreizügig“, prophezeit Eglseder.

Vier zusätzliche Klassenräume bietet der Anbau, mindestens zwei sollen zu Beginn des neuen Schuljahrs zur Verfügung stehen. „Wir wissen, dass der Zeitplan sehr sportlich ist“, sagt Eglseder. Unter den Schulklassen, im Souterrain des Anbaus, bekommt die immer stärker nachgefragte Mittagsbetreuung zusätzliche Räume.

Bei der Baustellen-Einrichtung waren unerwartete Opfer zu beklagen, wie Eglseder am Donnerstag in der Bürgerversammlung einräumte. Anders als angedacht mussten sämtliche Bäume weichen, „weil sie die Baustelle nicht überlebt hätten“. Unter den Gefällten war ein Walnussbaum, den der örtliche Bund Naturschutz Mitte der 1980er Jahre als Friedensbaum gepflanzt hatte. „Musste der wirklich weg?“, beklagte sich der ehemalige BN-Ortsvorsitzende Rudolf Kuntze in der Bürgerversammlung. „Musste sein“, erklärte Egsleder und versprach: „Wir werden neue Bäume pflanzen.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Nachbar will Kühe von Weide klagen - die Hintergründe
Diesmal geht es nicht nur um Glocken, sondern auch um angebliche Tierquälerei – und um Kuhfladen: Der Kläger spricht nicht mit uns. Doch Bäuerin Killer kann einiges …
Nachbar will Kühe von Weide klagen - die Hintergründe
Kuhglocken-Hasser verklagt jetzt auch Gemeinde
Seine Frau leidet unter Depressionen, er kann nicht mehr schlafen. Der Grund: Kuhglocken auf der Weide. Aber es geht ihm auch um die Kühe selbst - die seien …
Kuhglocken-Hasser verklagt jetzt auch Gemeinde
Wie diese Burschen aus Tegernsee ein Silicon Valley machen wollen
Ein alter Haudegen und vier Youngsters wollen das Tegernseer Tal zum deutschen Silicon Valley machen. Mit ihrer künstlichen Intelligenz Harvey X. Das ist ihr kühner Plan:
Wie diese Burschen aus Tegernsee ein Silicon Valley machen wollen
Geparktes Auto in Großhartpenning angefahren - der Schaden ist enorm
Es war der Wagen eines Urlaubers: Ein Unbekannter fährt gegen die Stoßstange und flüchtet. Den Schaden, den er hinterlässt, schätzen die Beamten auf 5000 Euro.
Geparktes Auto in Großhartpenning angefahren - der Schaden ist enorm

Kommentare