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Fährt einfach durch Otterfing durch: BOB.

Experten weisen Bürgermeister zurecht

Warum ein BOB-Halt in Otterfing keinen Sinn macht

Otterfing – Seit fast 15 Jahren fordert Otterfings Bürgermeister Jakob Eglseder einen regulären BOB-Halt in Otterfing. Warum das nicht geht, haben ihm jetzt Experten klargemacht.

Beim Runden Tisch „Verkehr im Oberland“ jüngst in Holzkirchen brachte er das Thema erneut zur Sprache. Die stets wiederkehrende Antwort der Experten: Der eng getaktete Fahrplan der BOB gibt diesen Zusatzhalt einfach nicht her.

Mehrere tausend Arbeitsplätze gebe es in der Gemeinde, rechnete Eglseder vor. Eine schnellere und reguläre Bahnanbindung Otterfings nach München und in die Kreisstadt sei längst überfällig. Der Hinweis der Experten von BOB und DB Netz, dass eine strukturelle Veränderung des BOB-Angebots realistisch nicht vor 2025 zu erwarten sein, ärgerte den Rathauschef: „Ich verstehe nicht, was da so lange dauert.“

Reguläre BOB-Halte für Otterfing seien sehr schwierig, teilte die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) mit, die den Zugverkehr für den Freistaat bestellt. Die Halte gingen zu Lasten der Pünktlichkeit und der Anschlusssicherung. „Die BOB ist verpflichtet, ihre Qualität zu halten“, ergänzte Thomas Engel, Sprecher der DB Netz, die für die Schieneninfrastruktur zuständig ist. Ein Halt in Otterfing koste zwei Minuten, „diese Zeit müsste woanders eingespart werden“.

Die BOB wendet laut BEG im Münchner Hauptbahnhof planmäßig innerhalb von neun bis zehn Minuten. „Jeder weitere Halt geht zu Lasten dieser Wendezeit und belastet in Holzkirchen die Anschlusssituation“, heißt es seitens der BEG. Der Wunsch der Otterfinger sei nachvollziehbar, fasste Engel zusammen, „aber die technische Umsetzung bleibt schwierig“.

Indirekt habe sich die Anbindung Otterfings nach München mit Inbetriebnahme des Meridian verbessert, betont die BEG. Verknüpfe man die S-Bahn mit dem in Deisenhofen haltenden Meridian, lasse sich die Fahrzeit Otterfing – Hauptbahnhof auf 33 Minuten begrenzen.  

avh

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