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Otterfinger Klimatag liefert geballte Infos über Energiesparen

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Von: Andreas Höger

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Voll im Trend: Mini-Solaranlagen sind ohne großen Aufwand fast überall am Haus gut zu installieren. Ein Hersteller informiert Interessierte beim Klimatag in Otterfing. Das Bürgerforum organisiert aktuell eine Sammelbestellung.
Voll im Trend: Mini-Solaranlagen sind ohne großen Aufwand fast überall am Haus gut zu installieren. Ein Hersteller informiert Interessierte beim Klimatag in Otterfing. Das Bürgerforum organisiert aktuell eine Sammelbestellung. © Sunset Energietechnik

Energiesparen und Nachhaltigkeit im Alltag sind nicht zuletzt mit Blick auf die Energiepreis-Explosion ein Riesen-Trend. Alle Infos zu diesen Themen liefert der Otterfinger Klimatag.

Otterfing – Jeder kann seinen Beitrag leisten: Hausbesitzer, Mieter, Landwirte, Touristen, Köche und Gemeinden haben es selbst in der Hand, die Klimawende anzuschieben – und nebenbei sogar Geld zu sparen und neue Genüsse zu entdecken. Der große Otterfinger Klimatag am Sonntag, 15. Mai, organisiert vom Bürgerforum Otterfing als Teil des „Klimafrühlings Oberland“, will die Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Die Besucher sollen aktuelle Entwicklungen aus Vorträgen und Infoständen mitnehmen – und sich vielleicht sogar an einer Sammelbestellung für Mini-Solaranlagen beteiligen. „Das entwickelt sich zu einem Riesentrend“, sagt Bürgerforums-Sprecher Michael Seewald.

Das Programm ist üppig. Von 13 bis 18.30 Uhr präsentieren sich auf dem Archehof Schlickenrieder mit Bewirtung Info-Stände zu den Themen Sonne und Wind, klimafreundliche Wärme, nachhaltige Mobilität und Energiesparen. Wie Cornelia Seitz vom Bürgerforum betont, agieren beim Klimatag erstmals alle Arbeitskreise übergreifend. Sogar der AK Kunst/Kultur liefert Impulse.

Dazu locken acht Klimawende-Vorträge (siehe Kasten), die sehr breit aufgestellt sind. „Auf Wunsch der Landwirtschaft haben wir den Bundestagsabgeordneten Karl Bär eingeladen“, sagt Manfried Doll, Mitorganisator im Bürgerforum. Als Grünen-Obmann im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft werde der Holzkirchner erläutern, welche Erwartungen die Ampel-Koalition an die Landwirtschaft bezüglich der Einhaltung der Klimaziele hat – und wie sie diese erreichen will.

Bürgermeister Michael Falkenhahn nutzt die Chance, um erstmals das Projekt Windenergie öffentlich vorzustellen und mit den Bürgern drüber zu diskutieren. Sein Amtskollege Josef Bierschneider aus Kreuth berichtet, warum das „Bergsteigerdorf“ auf nachhaltigen Tourismus setzt. Wer sich für ausgefuchste Technik interessiert, kann sich von den jungen Ingenieuren des Münchner Start-ups Kitekraft zeigen lassen, wie sich Windenergie von einer Art Flugdrachen einfangen lässt.

Ein Photovoltaik--Bürgerprojekt stellt der AK Umwelt & Energie auf die Beine. Der aus Nordbayern stammende Hersteller Sunset führt eine Stecker-Solaranlage vor. Diese Module lassen sich vergleichsweise einfach installieren – auf Dach, Balkon, Terrasse, Garten oder sogar Fassade. In Otterfing gibt es laut Seewald keine Ortsgestaltungssatzung, die solche Mini-Solaranlagen ausschließt. Bereits im April hatte der AK eine erste Sammelbestellung ausgerufen. Es meldeten sich aber nur vier Käufer, die acht Module orderten. „Interessiert sind viele“, weiß Seewald, „aber die meisten wollen die Module erst selber sehen und mit Vertretern der Firma sprechen.“

Geplant ist eine zweite Sammelbestellungsrunde. Zuletzt zogen die Preise an, statt 650 Euro dürften in der zweiten Runde schon 750 Euro fällig sein. Die Module sind 1,50 mal einen Meter groß, 35 Millimeter dick und 16 Kilo schwer. Wie sie helfen, Stromkosten zu sparen, können Besucher des Klimatags vor Ort erfahren – und sich bei Interesse beim Bürgerforum gleich in die Bestellliste eintragen. Nicht möglich ist, die Energie der Mini-Anlagen ins Netz einzuspeisen und vergütet zu bekommen. „Mal schauen, wie die Nachfrage ist“, sagt Seewald, „je mehr bestellen, desto mehr Rabatte sind drin.“

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