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Wettlkamer Straße: Sanierung dauert bis Oktober

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Von: Andreas Höger

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Die Bagger kommen: Die Gemeindestraße zwischen Wettlkam und Bergham (hinten) wird saniert und muss deswegen einige Wochen gesperrt werden.
Die Bagger kommen: Die Gemeindestraße zwischen Wettlkam und Bergham (hinten) wird saniert und muss deswegen einige Wochen gesperrt werden. © Thomas Plettenberg

Bei der Sanierung der Wettlkamer Straße setzt die Gemeinde Otterfing erstmals aufs Fräsrecycling-Verfahren. In Kürze beginnen die Arbeiten. Sie dauern bis Oktober.

Otterfing – Schlaglöcher, Wellen, Abbröckelungen: Die Gemeindestraße zwischen Bergham und Wettlkam ist seit Jahrzehnten ein Sanierungsfall. Lange kam die Gemeinde bei Grundstücksverhandlungen nicht weiter, im vergangenen Jahr aber glückte der Durchbruch. Und endlich sind die Bagger angerollt. Vor wenigen Tagen, leicht verspätet, starteten die Bauarbeiten. Wie Bürgermeister Michael Falkenhahn (SPD) auf Anfrage erklärte, bleibt die Straße bis Mitte Oktober gesperrt.

Alter Asphalt wird wiederverwendet

Erstmals setzt die Gemeinde auf das im Landkreis bisher nicht angewandte Fräsrecycling-verfahren. Dabei wird der Asphalt nicht abgefräst und entsorgt, sondern vorort in einer Spezialmaschine aufbereitet und als Tragschicht der neuen Straße wieder auf die Trasse aufgebracht.

„Es wird zwei Bauphasen geben“, erklärt der Rathauschef. In den ersten zwei bis drei Wochen bereiten die Arbeiter die Verbreiterung der Straße vor und bauen die Bankette. Die neue Straße wird 4,75 Meter breit, mit Banketten kommt die Trasse auf 5,50 Meter. Um Gegenverkehr zu erleichtern, sind auf der 1,66 Kilometer langen Strecke zwischen Bergham und Wettlkam zwei Ausweichstellen vorgesehen, die auf der übersichtlichen Strecke gut einsehbar sind.

Kurze Bauphase Anfang September

Wenn nicht eine längere Regenphase den Fortgang behindert, ist Anfang September eine kurze Baupause geplant. Die Sperrung bleibt bestehen, nur der landwirtschaftliche Verkehr ist dann frei. „Für das Fräsrecycling-Verfahren sind Materialtests vorgeschrieben“, sagt Falkenhahn. Boden- und Asphaltproben müssen im Labor auswertet werden, die Tests brauchen Zeit. Voraussichtlich Mitte September beginnt dann das Fräsen, das im gleichen Arbeitsschritt auch gleich den Unterbau der Straße erledigt.

Einsparungen von 400.000 Euro

Die Gemeinde geht davon aus, dass sie sich durch das Verfahren rund 400.000 Euro spart, gemessen an den Kosten eines herkömmlichen Straßenbaus. Laut Falkenhahn belaufen sich die Kosten nach aktueller Schätzung auf 1,1 Millionen Euro. Etwa 500.000 Euro decken staatliche Zuschüsse ab. „Wir sind im Rahmen“, sagt Falkenhahn. Ursprünglich war das Rathaus sogar von Gesamtkosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro ausgegangen.

Auf Fräsrecycling zu setzen, war im Gemeinderat nicht unumstritten gewesen. Einige Räte fürchteten Umweltbelastungen, wenn der alte Asphalt nicht fachgerecht entsorgt, sondern in die neue Straße eingearbeitet wird. Mehrheitlich, gegen drei Stimmen, hatte sich der Gemeinderat im Mai aber für das Fräsrecycling-Verfahren entschieden.

Straße ab Mitte Oktober wieder befahrbar

Mitte Oktober soll laut Falkenhahn die neue Straße fertig und befahrbar sein. Umgeleitet wird der Verkehr über die Kreisstraße nach Steingau oder über die Staatsstraße Richtung Arget.

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