Moorbad Pienzenau mit Warnschildern
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Moorbad Pienzenau: Nicht nur Nackerte sollen draußen bleiben. Das Bad wird hauptsächlich von Einheimischen genutzt. Mehr geht fast nicht.

Dank Dorfgemeinschaft

Pienzenau: Moorbad wieder hergerichtet

  • Marlene Kadach
    vonMarlene Kadach
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Die Dorfgemeinschaft hat das Moorbad Pienzenau wieder hergerichtet. Mit finanzieller Hilfe der Gemeinde.

Pienzenau - Man lief schon fast auf Grund: „Es war dringend nötig, dass das Becken saniert wird“, erklärt Christel Altenweger, Geschäftsleiterin im Weyarner Rathaus: „Das Wasser ist immer weniger geworden.“ Denn die Plane am Untergrund sei undicht gewesen. Deshalb hat die Dorfgemeinschaft mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde das Moorbad in Pienzenau wieder instand gesetzt. Laut Altenweger machte die Kommune hierfür rund 4000 Euro locker. Die Hauptarbeit aber habe die Dorfgemeinschaft ehrenamtlich geleistet.

Das alte Bad bei Kleinpienzenau wurde einst im Zuge der Dorfentwicklung schön hergerichtet. „Das war vielleicht vor gut 15 Jahren“, sagt Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU). Seither kümmern sich die Leute aus dem Dorf darum. Mähen den Rasen, „halten den Platz rundherum in Schuss“. Einmal im Jahr müsse das Wasser aus- und neu eingelassen werden.

Das Bad gilt als Geheimtipp, und die Dorfgemeinschaft sei wenig erpicht darauf, dessen Existenz an die große Glocke zu hängen, so Wöhr. Aus Angst, dass Tagesausflügler aus München, die zum Beispiel auf dem Weg Richtung Schliersee im Stau stehen, kurzerhand Richtung Pienzenau abbiegen, meint Altenweger. Einen großen Ansturm könne das öffentliche Bad kaum vertragen, betont Wöhr. „Das Becken hat eher die Größe eines privaten Pools.“ Parken sei dort nur schlecht möglich. „Da führt nur eine Ministraße hin“, erklärt Altenweger. Wenn, dann sei das Bad nur mit dem Radl gut erreichbar. Am besten für Einheimische.

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