Genehmigter Bebauungsplan steht noch aus

Quest kauft Klosterwiese

  • Marlene Kadach
    VonMarlene Kadach
    schließen

Weyarn  - Die Weichen sind gestellt, jetzt muss der Zug noch einfahren: „Wir haben die ganze Klosterwiese gekauft“, sagt Klaus Werndl von der Quest AG in Kolbermoor auf Anfrage des Holzkirchner Merkur.

Die Quest AG hat bekanntlich bereits den Prälauthof im Weyarner Ortskern bebaut, und plant nun auch, die nördliche Klosterwiese mit sieben Mehrgenerationenhäusern, einigen Mehrspännern und einem Supermarkt zu bestücken (wir berichteten). Dieser Teil des Klosterangers gehörte bis vor Kurzem aber noch der Gemeinde Weyarn. Laut Werndl ist der Kauf nun über die Bühne gegangen, „im Dezember waren wir schon beim Notar“, sagt Werndl exklusiv gegenüber dem Holzkirchner Merkur. Über Preise möchte er nicht sprechen.

Allerdings gelte der Kauf erst dann offiziell, wenn der entsprechende Bebauungsplan genehmigt ist. Wie berichtet, waren im Rahmen der zweiten Auslegung zum Bebaungsplan „Weyarn Klosteranger“ sehr viele Stellungnahmen eingegangen – unter anderem von der WIGW.

Um diese zu behandeln, hatte der Gemeinderat bereits im November 2014 eine Sondersitzung anberaumt. Diese allerdings wurde dann kurzfristig verschoben, laut Bürgermeister Leonhard Wöhr (CSU) gab es noch einige offene Fragen zu klären.

Wöhr möchte sich aktuell nicht zu der Verkaufssituation am Klosteranger äußern. Voraussichtlich soll laut dem Bürgermeister am Donnerstag, 22. Januar, die Sondersitzung zur Behandlung der Stellungnahmen stattfinden.

Werndl ist derweil „sehr zufrieden“ mit dem gesamten Projekt in Weyarn. In den zwei Nebauten und der sanierten Klosterbrauerei am Prälaturhof seien alle Wohnungen längst verkauft und teilweise bereits bezogen. Kurz bevor die ersten Bewohner im Dezember einzogen, habe es ein Problem mit einem Trafohäuschen zur Stromversorgung gegeben; hier sei es zeitlich etwas knapp geworden. „Wir haben die Anmeldefristen bei E.ON etwas unterschätzt“, gesteht Werndl. Aber er betont, dass alles fertig gewesen sei, noch bevor die ersten eingezogen sind.

Von Marlene Kadach

Auch interessant

Kommentare