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Quirin-Regler-Grundschule feiert zehnjähriges Bestehen 

"So kann es weiter gehen" 

Holzkirchen - „An Tagen wie diesen“ schallte es am Freitag durch die Turnhalle, als die Quirin-Regler-Grundschule ihr zehnjähriges Bestehen zelebrierte. Es fehlten langatmige Reden und ein steifes Protokoll. Dafür gab es reichlich Fröhlichkeit – und ein wenig Wehmut beim Rückblick.

Wir haben geschuftet, gebastelt, Projekte durchgezogen und wieder verworfen – und nebenbei den Kindern auch noch was beigebracht“, schilderte Konrektorin Teresa Meineke die Vorbereitungen auf den gestrigen Festakt.

Dass dabei in der Probst-Sigl-Straße etwas sehr Besonderes gewachsen ist, deutete schon Barbara Loher an, die mit Maximilian Schömig das Programm eröffnete. Die Gäste erlebten einen mit Hilfe der Nachbarn aus der Realschule perfekt inszenierten Vormittag, dessen Choreografie weit über das hinaus ging, was man von einem Schulfest erwarten darf.

Als die elegant in Anzug und Fliege gekleideten Burschen vom Technik-Team zuletzt auch noch spektakulär aus Konfetti-Kanonen knallten, während die Viertklässler mit einer abgewandelten Variante von „Ein Hoch auf uns“ ihre Grundschulzeit musikalisch ausklingen ließen, herrschte ausgelassene Partystimmung.

Genauso alt wie die meisten Schulabgänger ist die Schule geworden. Im Jahr 2005 startete man im Neubau an der Probst-Sigl-Straße unter der nüchternen Bezeichnung „Grundschule 2“. Die damalige Schulleiterin Anna Lang, wie ihre Nachfolgerin Sabine Bösl mit tosendem Applaus begrüßt, trat zu Howard Carpendales „Hello again“ ans Rednerpult. Sie erzählte von ihrem ersten Baustellenbesuch, dem vom Weihrauch ausgelösten Feueralarm bei der Eröffnungsfeier, den Chancen und Problemen einer Schulgründung. 

Zwischenzeitlich hatte es sogar Pläne gegeben, die frisch gegründete Schule an den Ortsrand auszulagern, um die benachbarte Realschule vergrößern zu können. Auf dem designierten Bauplatz stehen mittlerweile das staatliche Gymnasium und die Fachoberschule. Die Platzprobleme in Holzkirchen hatten sich aufgelöst, als im Tegernseer Tal eine Realschule eröffnete. Grußworte namens der Gemeinde, dem „Sachaufwandsträger“ der Schule, sprach Bürgermeister Olaf von Löwis. Dessen Auftrittsmusik: „Eye of the Tiger.“

Der Festakt zur „Zweistelligkeit“ am Vormittag war nur ein Vorgeschmack darauf, wie die Quirin-Regler-Schule wirklich feiern kann. Der Nachmittag gestaltete sich als Abenteuerreise durch Afrika. Eine Woche lang hatten alle Klassen täglich mit dem Musiker Thomas Soukou getrommelt. Sie verwandelten sich in sprungkräftige Gazellen, freche Affen, neugierige Giraffen und gesellige Elefanten. Das Programm „Tambo Tambo“ geriet zum Gänsehauterlebnis, der gleichmäßig in die Djembes geklopfte Rhythmus einer ganzen Schule ließ die Turnhalle vibrieren. Ermöglicht hatte diesen Trommelzauber die Unterstützung des Fördervereins.

Für zehn ereignisreiche Jahre dankte Schulleiterin Bösl allen, die getreu dem Motto „Bewährtes schätzen, Neues wagen“ aus der Quirin-Regler-Schule ein Erfolgsprojekt gemacht haben: „Der Anfang ist gemacht, so kann es weiter gehen.“

Von Heidi Siefert

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