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Hat bald Konkurrenz: BOB im Teufelsgraben.

Weg wird 2017 gebaut

Radl-Express durch den Teufelsgraben verbindet Nordlandkreis

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Holzkirchen/Otterfing – Der neue Geh- und Radweg durch den Teufelsgraben wird 2017 gebaut. Entlang der Bahngleise schafft die Trasse eine motorfreie Direktverbindung zwischen Holzkirchen und Otterfing.

Schon seit Jahren basteln die Gemeinden Holzkirchen und Otterfing an einer „Direttissima“ entlang des Schienenstrangs (wir berichteten). Zwar gibt es den Geh- und Radweg neben der Staatsstraße 2573 (ehedem B 13) durch den Teufelsgraben, der aber holt weiter aus und ist spürbar länger. Gerade einmal 3,5 Kilometer sind es auf der neuen Trasse zwischen den beiden Bahnhöfen. „Der Bahndamm fungierte schon immer als eine Verbindung, um zu Fuß oder mit dem Radl nach Holzkirchen zu kommen“, sagt Otterfings Bürgermeister Jakob Eglseder.

Auch aktuell werde die Trasse westlich der Gleise fleißig genutzt. Gymnasiasten, Real- oder Fachoberschüler aus Otterfing radeln in den Unterricht; Bahnfahrer pendeln strampelnd zur BOB. Die Passage ist an ausgesetzten Stellen im Teufelsgraben aber nicht ungefährlich. Der neue, insgesamt 1,5 Kilometer lange Weg zwischen Holzkirchner Nordspange und Holzhamer Brücke soll besonders diese heikle Stelle sicherer machen: Mindestens 2,50 Meter breit wird die Fahrbahn im brisanten Böschungsbereich sein.

Der Weg wird durchgängig asphaltiert – ein Kriterium, für das sich Hartmut Romanski, der Fahrradbeauftragte der Marktgemeinde, eingesetzt hatte. Schließlich sei die neue Verbindung als gleichberechtigte, staubfreie Verkehrsverbindung zwischen Holzkirchen und Otterfing anzusehen – mit dem Unterschied, dass Autos und Motorräder ausgeschlossen sind. Laut Romanski knüpft der Staat seine Radweg-Zuschüsse sogar an die Bedingung, dass diese asphaltiert werden. Romanski sieht die Teufelsgraben-Direttisima gar als wichtigen Baustein für einen „Radlschnellweg“, den die Gemeinden des Hachinger Tals entlang der Schienen möglichst tief ins Oberland führen wollen.

Den Bau packen Otterfing und Holzkirchen als Joint Venture an, die Federführung liegt beim Technischen Bauamt Holzkirchen. „Die Pläne sind fertig, alle formellen Dinge erledigt“, teilte ein Sprecher des Bauamts mit. Zuletzt fehlten noch etwa 700 Quadratmeter Grund, die aber jetzt von privater Seite erworben wurden. Seitens der Bahn liegen „Gestattungsverträge“ vor, um den Weg über Bahnflächen führen zu dürfen.

Laut Bauamt sind die Förderanträge eingereicht. Sobald die Regierung von Oberbayern den vorzeitigen Baubeginn freigibt, sollen die Ausschreibungen rausgehen. Die Gesamtkosten (mit Grunderwerb) werden auf fast 600 000 Euro geschätzt – ohne Abzug der Zuschüsse. Im Frühjahr könnten die Bagger rollen. Die Planer rechnen mit einer Bauzeit von rund zwei Monaten.

avh

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