Viel Land, wenig Wasser: Die beiden Weiher in Sufferloh haben seit einiger Zeit immer weniger Wasser. Jetzt will die Gemeinde sie entschlammen.

Gemeinde will Weiher in Sufferloh ausbaggern

Der Schlamm muss raus

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Sufferloh – Kleinod in Gefahr: Die Wasserfläche schrumpft, die beiden Weiher in Sufferloh verlanden zusehends.

Laut der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt handelt es sich bei der Verlandung der beiden Weiher in Sufferloh um einen natürlichen Prozess, der unter anderem durch reinfallendes Laub entsteht, erklärt der stellvertretende Behördensprecher, Gerhard Brandl. „Nach Gesprächen mit Bürgern aus Sufferloh haben wir die Angelegenheit wieder aufgegriffen“, sagte Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) kürzlich während der Holzkirchner Bürgerversammlung. 

Noch heuer will die Gemeinde die Entschlammung daher anpacken. Die Gewässer gehören der Gemeinde, erklärt Hans Kellner, technischer Bauamtsleiter im Rathaus, auf Anfrage unserer Zeitung. Der große Weiher umfasse gut 1500 Quadratmeter, der kleinere um die 525. „Bei uns sind sie sogar als Löschweiher geführt“, meint Kellner.

Doch das ist nicht der eigentliche Grund dafür, dass die Gemeinde die Gewässer auf Vordermann bringen lässt. Hubert Schmid, Kommandant der zuständigen Feuerwehr Hartpenning, sagt: „Prinzipiell ist es zwar immer gut, wenn ein offenes Gewässer zur Verfügung steht.“ Doch die Weiher in Sufferloh braucht die Feuerwehr nicht unbedingt, denn: „Die Wasserreserven und das Hydrantennetz in Sufferloh sind auch so ausreichend.“ Von Seiten der Feuerwehr habe es da also keinerlei Bestrebungen gegeben. Laut Kellner waren es vielmehr einige Nachbarn, die den Stein ins Rollen gebracht hatten. 

Die Gemeinde kontaktierte daraufhin die Untere Naturschutzbehörde und erkundigte sich danach, wie das Aushubmaterial entsorgt werden kann. Das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim hat laut Löwis inzwischen die Untersuchungsergebnisse der entnommenen Schlammproben bewertet. „Es kommt zu der Einschätzung, dass der Baggerschlamm für die Aufbringung auf landwirtschaftliche Flächen geeignet sei“, berichtete Löwis. 

Die Naturschutzbehörde habe der Maßnahme zugestimmt, bestätigt Brandl. Das Material könne ohne Zwischenlagerung abgepumpt beziehungsweise mit einem Bagger abgegraben werden, teilte die Behörde der Gemeinde mit. Vor allem das größere Gewässer sei von den Maßnahmen betroffen, sagt Kellner. Ihm zufolge kommt das Aushubmaterial wohl auf eine Rekultivierungsfläche. 

Die Maßnahmen dürfen allerdings nur zwischen 15. September und 31. Oktober durchgeführt werden, mahnte der Naturschutz gegenüber der Gemeinde an. „Also nach der Entwicklungszeit und vor der Winterruhe“, erklärt Kellner. Die Gemeinde werde die Arbeiten ausschreiben. Die Kosten seien derzeit noch offen.

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