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Ein Schwarzbau in Marschall (nicht im Bild!) sorgte für Bauchweh im Bauausschuss. 

Landratsamt mietete dort Flächen an

Schwarzbau: Misstrauen bleibt

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Marschall - Ein Schwarzbau in Marschall sorgt immer noch für Misstrauen im Bauausschuss.  

Dass in Marschall ein Bauherr Tatsachen geschaffen hatte, das gefiel dem Holzkirchner Bauausschuss gar nicht. Trotzdem segnete er in der Aprilsitzung den nachträglich eingereichten Antrag ab – allerdings mit Bauchweh (wir berichteten). 

In der jetzigen Bauausschusssitzung drückte das Thema erneut. Es ging auch um die Frage, ob der Bauherr inzwischen seinen Pflichten nachgekommen ist. Christoph Schmid wusste (CSU) ferner zu berichten, dass das Landratsamt auf dem besagten Anwesen Flächen angemietet hat. Laut Schmid handelt es sich um Lagerräume, in denen die Behörde Equipment wie Feldbetten für Asylbewerber untergestellt hat. Die Vorgeschichte: Wie berichtet, wollte ein Miteigentümer das Nebengebäude eines landwirtschaftlichen Anwesens in Marschall sanieren, erweitern und umnutzen. Weil er ohne Genehmigung mit dem Umbau begonnen hatte, verhängte das Landratsamt im Oktober 2015 einen Baustopp. Erst nachträglich bat der Bauherr um Zustimmung. 

Obwohl der Antragsteller angab, Lagerflächen für seinen Hausmeisterservice zu benötigen, vermutete die Rathausverwaltung eine künftige Wohnnutzung. Anzeichen wie Raumaufteilung, Größe und sanitäre Einrichtungen weisen aus ihrer Sicht darauf hin. Dabei sei die zulässige Wohnbebauung auf dem Außenbereichsgrundstück bereits ausgeschöpft. 

Außerdem: Auf einer benachbarten landwirtschaftlichen Fläche war Bauaushub aufgeschüttet worden. Hier befürchtete der Ausschuss die unzulässige Einrichtung eines Parkplatzes. Eigentümerin der Fläche sei die Ehefrau des Antragstellers. Die Bauaufsichtsbehörde müsse tätig werden, hieß es. 

Im Landratsamt reagiert man derweil gelassen. „Bauaushub darf während der Bautätigkeit auf dem Gelände zwischengelagert werden“, sagt Pressesprecher Birger Nemitz. „Nach einer Kontrolle des Landratsamtes vor Ort handelt es sich um einen Humushaufen.“ Und: „Über die Anlage eines Parkplatzes ist uns nichts bekannt, nach Ende der Baumaßnahmen wird eine Kontrolle durchgeführt, ob die Arbeiten genehmigungskonform sind.“ Falls im Nebengebäude tatsächlich eine Wohnnutzung erfolgen sollte, „dann muss diese untersagt werden.“ Momentan sei dem Landratsamt dazu allerdings nichts bekannt. 

Zu Schmids Anmerkung sagt er: „Das Landratsamt hat in dem Anwesen Feldbetten reinigen und lagern lassen.“ Seines Wissens befinden sich dort keine Betten mehr. Einen Zusammenhang zwischen Baustopp und Lagerung gebe es nicht. Alles sei im Rahmen einer Baukontrolle aufgeflogen. Genauso wenig genieße der Antragsteller Vorteile. „Die Idee, dass eine Reinigung von Feldbetten eine Änderung des Baurechts auslöst, ist eine interessante“, meint Nemitz

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