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Soll bald für alle da sein: Schulsportanlaage an der Probst-Siegl-Straße.

Bürgermeister ist zuversichtlich

Sportanlage für alle: Gemeinde steht kurz vor Durchbruch

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Holzkirchen – Es kommt offenbar Bewegung in die Schulsportanlage an der Probst-Sigl-Straße in Holzkichen. Ein Treffen mit dem Landratsamt war vielversprechend.

Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU) ging gestärkt aus dem Treffen der Gemeinde mit dem Landratsamt, das Anfang November dazu stattfand. „Das Landratsamt war da jetzt vollkommen offen und hat keine allzu großen Bedenken“, berichtete Löwis jetzt in der Hauptausschuss-Sitzung. Das war zuvor anders. Der von der Gemeinde bestellte Gutachter soll seine Expertise noch heuer im Gemeinderat vorstellen. Das Gremium müsste dann eine Änderung in der Baugenehmigung beschließen – denn bislang besagt diese, dass die Anlage nur schulischen Zwecken dient.

Die Gemeinde will die Schulsportanlage mit Rasenfläche, Hartplatz und Beachvolleyballplatz der Öffentlichkeit zugänglich machen. Bislang dürfen nur Schüler der benachbarten Grund- und Realschule drauf. Die angrenzende Wohnbebauung ist als „Allgemeines Wohngebiet“ eingestuft, was mit hohem Lärmschutz-Anspruch verbunden ist. Nach einer Lockerung der Sportanlagen- Lärmschutzverordnung gemäß dem Bundes-Immissionsschutz-Gesetz jedoch startete die Gemeinde einen neuen Anlauf – und ließ schalltechnische Gutachten erstellen, deren Auswertung komplex ist.

Dieses Versprechen zur rein schulischen Nutzung gegenüber der Anwohnern – das auf den früheren Bürgermeister Josef Höß zurückgeht – könne man dennoch nicht einfach wegdenken, mahnte Löwis an. Bekanntlich hatten Anwohner sich deutlich gegen eine allgemeine Nutzung ausgesprochen. Eine Lärmschutzwand muss also trotzdem her. Und die kostet. „Die Zahlen haben mich auch überrascht“, gestand Löwis. Die konkrete Summe verschwieg er allerdings noch. Laut Geschäftsleiter Robert Haunschild geht die Gemeinde davon aus, sich die Kosten mit dem Landkreis zu teilen. Auch eine WC-Anlage müsste geschaffen werden.

Mit der neuen Lösung hofft Löwis zudem, die Situation an der Anlage an der Baumgartenstraße zu verbessern, die bereits jetzt nach Schulschluss nutzbar ist. Und auch hier beschweren sich laut dem Bürgermeister immer wieder Anwohner über den Lärm. „Die Polizei schickt gelegentlich eine Streife vorbei“, erklärte Löwis. Viel zu wenig. 

Die Idee: Vielleicht könne man eine gemeinsame Betreuungsstruktur mit dem Platz an der Probst-Sigl-Straße finden. Wie berichtet, fordert das Landratsamt im Falle einer Öffnung für Jedermann, dass die Gemeinde für Personal sorgt, das die Nutzungszeiten kontrolliert. Dieses könnte dann womöglich auch ein Auge auf die Anlage an der Baumgartenstraße haben. Davon abgesehen würden die dortigen Sportplätze mit der Öffnung an der Probst-Sigl-Straße entlastet. Eben weil sich das Publikum verteilen würde.

Irmi Ammer (SPD) glaubt, dass die Mauer hässlich wird, gerade für Anwohner kein schöner Anblick. „Wir wollen damit auch keinen Schönheitspreis gewinnen“, sagte Löwis. Sondern Lärm abschirmen. Sebastian Franz (CSU) begrüßt die Öffnung für die Allgemeinheit: „Wir sind für das Gemeinwohl zuständig, nicht für das Wohl des Einzelnen“, sagte er.

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