Die Gegner sammeln sich: Am neuen Protestplakat zog die Demonstration gegen die ortsnahe Südspange los. Rund 200 Teilnehmer zählten die Organisatoren. Foto: Andreas Leder

Protestmarsch gegen neue Korridore

Holzkirchen - Die Gegner einer ortsnahen Holzkirchner Südumfahrung machen mobil: Am Samstagvormittag zogen an die 200 Demonstranten vom Ortseingang an der Thanner Straße in den Ort.

Am Protestplakat „Deine Naherholung - keine Südumfahrung“ hatten sich die Gegner versammelt. Unter Ägide der Interessengemeinschaft (IG) Lochham zählen dazu auch Holzkirchner, Marschaller und Hartpenninger. Ihre Forderungen hielten sie auf Plakaten und Transparenten in die Höhe: „Wahnsinn Südumgehung nein danke!“, „Flächenfraß stoppen“, „Nicht auf Warngauer Fluren“, „Dahoam is dahoam“ oder „Wir wollen keine Stadt werden“.

Wie berichtet, richtet sich der Protest gegen eine ortsnahe Trasse einer Holzkirchner Südumfahrung und gegen eine westliche Umgehung Großhartpennings. Die Korridore hatte das Straßenbauamt Rosenheim nach dem Scheitern der ortsfernen Südspange der Marktgemeinde als Alternative aufgezeigt. Der Holzkirchner Gemeinderat überlegt nun, wie er die Bevölkerung zur Zukunft der Trassen befragen kann. Die Gegner fordern wie berichtet einen Rats- oder Bürgerentscheid, der Gemeinderat hatte eigentlich eine schriftliche Befragung anvisiert.

Beschlossen sind die Trassen also nicht - aber was die Gegner davon halten, machten sie am Samstag lautstark deutlich. Die ortsnahe Südumgehung zerstöre das Naherholungsgebiet und das Landschaftsbild im Süden Holzkirchens und gefährde Landwirte in ihrer Existenz. Es gebe kein durchdachtes Konzept, kritisiert Georg Sigl von den Organisatoren der Demo. Statt als Entlastung würde die ortsnahe Trasse vielmehr als Erschließung wirken: Eine neue Straße werde auch neue Baulandausweisungen mit sich bringen, wie an der Nordspange zu beobachten sei. „Wir wollen keine Stadt werden.“

Die Demo soll nicht die letzte gewesen sein, kündigte Sigl uner dem Applaus seiner Mitstreiter an. (ag)

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