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Geschlosssene Einheit: die Unterdarchinger Blaskapelle mit Dirigent Thomas Brunner.

Jubiläumskonzert

Unterdarchinger Blaskapelle: schwungvoll, beseelt, inspiriert

Rund 800 Zuschauer lockte das Jubiläumskonzert der Unterdarchinger Blaskapelle in die Mehrzweckhalle. Und: Der Vorsitzende und Dirigent Thomas Brunner bekam die Verdienstmedaille und die Dirigentennadel.  

Unterdarching - Zu ihrem 20-jährigen Jubiläum hat die Unterdarchinger Blaskapelle ein opulentes quasi „Best-of-Programm“ zusammengestellt. In zwei Konzerten in der jeweils restlos ausverkauften Mehrzweckhalle sahen insgesamt rund 800 Besucher eine durchweg runde und gehaltvolle Vorstellungen. Traditionsgemäß eröffnete die Jugendkapelle den Abend. Mit einem Marsch, einer Polka und dem symbolträchtigen, getragenen „A Sign for Freedom“ stellten die 28 Jungmusikanten unter der Leitung von Hubert Huber ihr bereits beachtliches Können unter Beweis.

„Ich habe Stücke ausgesucht, die wir schon mal gespielt haben, die beim Publikum sehr gut angekommen sind und die die Musi auch selber gern spielt“, erklärte Thomas Brunner, der die Blaskapelle seit ihrer Gründung als Vorsitzender und Dirigent begleitet (wir berichteten) und ihr in der Blasmusikszene des Oberlands zu Bedeutung verholfen hat – nicht zuletzt durch engagierte Jugendarbeit. Brunner wurde dann auch gebührend gewürdigt: Hans Wohlfarter, Bezirksdirigent des Musikbundes von Ober- und Niederbayern, verlieh ihm die Verdienstmedaille und die Dirigentennadel jeweils in Gold.

Mit „Nordic Fanfare und Hymn“ erklang ein fulminanter Auftakt zu einem Konzert, das geprägt war von erfrischender Vielfalt und Abwechslung. Die größeren Werke wie der mächtige „Kaiserwalzer“ von Johann Strauss (Sohn), die Blasorchester-Versionen von Filmmusik-Stücken wie aus „Das Dschungelbuch“ und „Fluch der Karibik“ oder aus dem Musical „Tanz der Vampire“, bei denen die 44 Musikanten Konzentration und Spannung halten und permanente Dynamikwechsel bewältigen mussten, wurden flankiert von kürzeren, aber nicht weniger kraftvollen Märschen und Polkas. Wie etwa der „Seeteufel Graf Luckner Marsch“ von Karl Heyer oder „Das ist mein Leben“ von Franz Watz. Dabei agierte die Kapelle schwungvoll, beseelt und inspiriert und präsentierte sich als geschlossene Einheit, angereichert mit zahlreichen kurzen solistischen Schmankerln. 

Es ist inzwischen fast Tradition, dass Pater Stefan Havlik durch das Programm führt. Erneut glänzte er mit humorvollen Moderationen, begrüßte eingangs „alle Anständigen und die anderen auch“ und nach der Pause – nach dem gewaltigen und imposanten Marsch „Der Einzug der Gladiatoren“ von Julius Fucik – auch Bayerns Wirtschaftsministerin in Vize-Ministerpräsidentin Ilse Aigner. Nachdenklich wurde er, als er den Marsch „The Liberty Bell“ von John Philip Sousa ankündigte, bei der die Kapelle stolz ihre neu angeschafften Röhrenglocken einsetzte: „Freiheit ist nicht, zu tun, was ich will, sondern das nicht tun zu müssen, was ich nicht will.“

Reinhold Schmid

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